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gewannen, indem ihre Wangen von der Glnt des Trinmphs flamm-ten. Sich jedoch die Miene gebend, den Eindruck, den sie ge-macht, nicht zu bemerken, setzte sich das Mädchen mit dem statt-lichen Anstand einer Königin nieder, und verlangte, daß man denInhalt des Schrankes weiter untersuche.
„Ich weiß kein besseres Mittel, mit den Mingo's zu unter-handeln, Mädchen," rief Wildtödter, „als Euch, wie Ihr seid,an's Land zu schicken und ihnen zn sagen, eine Königin sei unterihnen angekommen! Bei einem solchen Schauspiel werden sie denalten Hutter, und Hnrry und Hetty dazu ansliefern!"
„Ich glaubte Eure Zunge zn ehrlich zum Schmeicheln, Wild-tödter," versetzte das Mädchen, der diese Bewunderung größereFreude machte, als sie hätte gestehen mögen. „Einer der Haupt-gründe meiner Achtung für Euch war Eure Liebe zur Wahrheit?"
„Und cs ist Wahrheit, und ernste Wahrheit, Judith, und nichtsAnderes. Nie schauten meine Augen ein so prächtig aussehendesGeschöpf, als Ihr in diesem Augenblick seid! Ich habe zu meinerZeit auch Schönheiten gesehen, beides, weiße und rothe, und siewaren besprochen und gepriesen nah und fern; aber nie habe icheine gesehen, die irgend einen Vergleich anshalten konnte mit dem,was Ihr in diesem gesegneten Augenblick seid, Judith; nie!"
Der Blick des Entzückens, den das Mädchen dem freimüthigenJäger zuwarf, verminderte in keiner Weise den Eindruck ihrerReize; und da die feuchten Augen dazu noch einen Ausdruck vonRührbarkeit uud Gefühl gesellten, erschien vielleicht Judith niewahrhaft liebenswürdiger, als in diesem ,gesegneten Augenblicke',wie der junge Mann sich ausgedrückt hatte. Er schüttelte denKopf, hielt ihn einen Augenblick über den offenen Schrank hinge-beugt, wie Einer, der im Zweifel ist, und fuhr dann mit derUntersuchung fort.
Einige kleinere Bestandtheile des weiblichen Anzuges kamen,jetzt, alle von einer Beschaffenheit, die dem Kleide entsprach. Diese