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„Nicht so, Judith; nicht so, Mädchen. Kein Mittel ist sosicher und leicht, als eine gute Bestechung," versetzte der Andere.„Was den Deckel betrifft, so wird der von nichts gehalten, alsvon seiner eigenen Schwere, die wunderbar ist für ein so kleines,zwar mit Eisen so stark beschlagenes Stück Holz."
Mit diesen Worten versuchte Wildtödter auch seine Kraft ander Aufgabe, und cs gelang ihm, den Deckel gegen das Gebälkcdes Hauses anfznheben, wo er ihn mittelst einer hinlängliche» Stützesorgfältig befestigte. Judith zitterte ordentlich, als sie den erstenBlick ans das Innere warf; und sie empfand für den Augenblickeinige Beruhigung, als sic sah, daß ein am Rande sorgfältig hin-eingestepptes Stück Leinwand Alles, was darunter war, gänzlichverbarg. Der Schrank war indessen allem Anschein nach wohl ange-füllt, denn die Leinwand war kaum einen Zoll vom Deckel entfernt.
„Hier ist eine volle Ladung," sagte Wildtödter, den wohlge-packten Schrank betrachtend, „und wir thnn wohl, gemächlich undordentlich zu Werke zu gehen. Schlange, bringt einige Stühle,während ich dies; Tuch ans den Boden breite, und dann wollenwir das Werk ordentlich und behaglich angreifen."
- Der Delaware gehorchte; Wildtödter stellte höflich Judith einenStuhl hin, nahm selbst einen, und fing an, die verhüllende Lein-wand zu entfernen. Er that dicß mit gutem Bedacht und mitsolcher Vorsicht, als ob man Gegenstände von zerbrechlichster Artund feinster Arbeit darunter verborgen geglaubt hätte. Als dieLeinwand weggenommen war, waren die ersten Gegenstände, diesich zeigten, einige männliche Kleidungsstücke. Diese waren vonfeinen Stoffen, und nack der Mode jener Zeiten von lebhaftenFarben und mit reichen Verzierungen. Ein Rock insbesondere warvon Scharlach, und hatte mit Goldfaden genähte Knopflöcher.Doch war er nicht militärisch, sondern gehörte znm Anzug eineshöheren Civilistcn in einer Periode, wo der Rang in der Gesellschaftnoch streng auch in der Kleidung beachtet wurde. Chingachgook