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ließ, hatte einen Reiz für das Mädchen; inid obgleich sie erröthetc,nnd einen Augenblick ihre Angen Flammen sprühten, konnte sie esdoch nicht übcr's Herz bringen, einem Menschen wirklich zn zürnen,dessen Seele ganz Wahrheit nnd männliches Wohlwollen schien.Ihre Mienen sprachen allerdings Vorwürfe ans; aber sie unter-drückte die Lust, auch in Worten sie ihn fühlen zn lassen, nnd siezwang sich glücklich, mild nnd freundlich zu antworten.
„Ihr müßt alle Eure günstigen Ansichten für die delawarischenMädchen anfsparen, Wildtödter, wenn Ihr im Ernst so von de-nen Eurer eigenen Farbe denkt," sagte sie, sich znm Lachen zwin-gend. „Aber stellt mich auf die Probe! wenn Ihr findet, daß esmir um Band oder Feder, um Seide oder Monsseline leid thnt,dann mögt Ihr von meinem Herzen denken was Ihr wollt, nndsagen was Ihr denkt!"
„Das ist gerecht! das Seltenste auf Erden zn finden ist einwahrhaft gerechter Mensch. So sagt Tamennnd, der weisesteProphet der Delawaren; nnd so müssen Alle denken, die Gelegen-beit haben, die Menschen zn sehen, mit ihnen zu sprechen undunter ihnen zn handeln. Ich liebe einen gerechten Mann,Schlange; seine Angen sind nie mit Dunkel bedeckt gegen seineFeinde, während sie ganz Sonnenschein nnd Glanz sind gegenseine Freunde. Er gebraucht die Vernunft, die ihm Gott gegebennnd er gebrauchtste mit dem Gefühl, daß er dazu bestimmt nndverpflichtet ist, die Dinge so anznsehen nnd zn erwägen, wie siesind, und nicht wie er sie haben möchte. Es ist leicht genug,Menschen zn finden, die sich selbst gerecht nennen; aber es istaußerordentlich selten, solche zn finden, die es in der That nndWahrheit sind. Wie oft habe ich Indianer gesehen, Mädchen, dieda glaubten, sie hätten Etwas ganz dem Willen des GroßenGeistes Angenehmes im Ange, wenn sie in Wahrheit nur beflissenwaren, nach ihrem eigenen Willen nnd Vergnügen zn handeln, nnddas gar oft bei einer Versuchung znm Fehltritt, die sie selbst so