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dann sind die rothen Männer nicht die erfahrensten in Feuerwaf-fen, nnd missen nicht immer den Unterschied zwischen dem zn er-kennen was wirklich nnd was Schein ist."
„Das ist gräßlich," mnrmeltc das Mädchen, betroffen durchdie unbefangene Art, in welcher ihr Genosse seine Thatsachen vor-zutragen pflegte. „Aber Ihr vergesst meine Kleider, Wildtödter; nnddie, glaube ich, konnten bei den Weibern dcrJrokesen vielansrichten."
„Ohne Zweifel könnten sie, ohne Zweifel könnten sie das,Judith," versetzte der Andere, sic scharf anblickcnd, als wollte ersich vergewissern, ob sie wirklich ein solches Opfer zn bringen imStande sein würde. „Aber wisst Ihr gewiß, Mädchen, daß Ihres über's Herz bringen könntet, Euch von Euren schönen Sacheneinem solchen Zweck znlieb zn trennen? Mancher Man» hat sichmnthig geglaubt, bis die Gefahr ihm entgegenstarrtc; ich habeauch Solche gekannt, die sich einbildcten, gutmüthig zn sein, undbereit, Alles, was sie hatten, den Armen zn schenken, wenn sie von'anderer Leute Hartherzigkeit hörten, aber deren Hände sich so festund zäh znsammenballten, wie die gespaltene Hagcnbnchc, wenn esdrauf und dran kam, von ihrem Eigenen wirkliche Opfer zn brin-gen. Zudem, Judith, Ihr seid schön — außerordentlich, dürfteman sagen, ohne der Wahrheit zn nahe zn treten — nnd die, soSchönheit besitzen, hängen auch an dem, was sie zu schmückendient. Seid Ihr gewiß, daß Jhr's über's Herz bringen könntet,Euch von Euren schönen Sachen zn trennen?"
Die begütigende Anspielung auf die persönlichen Reize desMädchens war wohl angebracht als Gegengewicht gegen die Wir-kung des Mißtrauens, das der junge Mann gegen Judiths Eiferin Erfüllung ihrer kindlichen Pflichten blicken ließ. Hätte ein An-derer dasselbe gesagt, was Wildtödter, — das Kompliment wärevcrmnthlich ganz übersehen morden in der durch jene Zweifel her-vorgernfenen Entrüstung; aber eben die ungeschliffene Aufrichtigkeit,die so oft diesen einfachen Jäger seine innersten Gedanke» enthüllen