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12 (1853) Der Wildtöter : eine Erzählung
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Was jetzt, Judith? Was dann? Verfolgen uns die Mingv'snoch, oder sind wir ihrer für den Augenblick entledigt?" fragteWildtödter, wie er das Tan schlaff werden fühlte, als eilte nun-mehr die Fahre rasch von selbst weiter, und das Kreischen undLachen des Mädchens beinahe in Einem Athen, vernahm.

Sie sind verschwunden! Einer, der letzte, versteckt sichgerade in den Büschen des Ufers dort ist er verschwunden inden Schatten der Bäume. Ihr habt nun Euren Freund, und wirsind Alle sicher!"

Die beiden Männer machten jetzt wieder eine große Anstren-gung, zogen die Arche schnell bis zu dem Anker hinauf, lichtetendiesen, und als die Fähre noch eine Strecke Wegs znrückgelegtund ihre Bahn verloren hatte, warfen sie wieder den Anker ans;und jetzt zum ersten Mal seit ihrem Wiedersehen hielten sie in ihrerschweren Arbeit inne. Nachdem das schwimmende Hans einigehundert Fuß von der Küste entfernt lag, und vollkommenen Schuhgegen Kugeln bot, war weiter keine Gefahr und kein Grund zurAnstrengung ihrer Kräfte im Augenblick vorhanden.

Die Art, wie die beiden Freunde jetzt einander begrüßten, warhöchst charakteristisch. Chingachgook, ein edler, großer, schönerund athletischer junger indianischer Krieger, besichtigte zuerst sorg-fältig seine Büchse, öffnete die Pfanne, um sich zu versichern, daßdas Pulver darauf nicht naß geworden; warf, nachdem er sichdieses wichtigen Umstandes vergewissert, verstohlene aber beobach-tende Blicke um sich ans die seltsame Behausung und die beidenMädchen; noch immer aber sprach er nicht, und besonders vermieder durch Fragen irgend eine weibische Neugierde an den Tag zu legen.

Judith und Hctty," sagte Wildtödter mit nnangclernter,natürlicher Höflichkeit,dieß ist der Mohikanische Häuptling, vonwelchem ich Euch gesprochen, Chingachgook, wie er genannt ist,was ,große Schlange' bedeutet; so genannt wegen seiner Weisheitund Klugheit und List, und mein erster und letzter Freund. Ich