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12 (1853) Der Wildtöter : eine Erzählung
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in den Wäldern war.Werden einige Minuten früher oder spä-ter die Sache vereiteln? es wird sehr gefährlich sein, lang derKüste so nahe zn bleiben, wie der Fels ist."

Za wohl, Judith; das ist eben die Schmierigkeit. Der Felsist nur einen Flintenschuß vom Ufer entfernt, und es geht nicht an,zn lang und zn nahe da herum zn fahren. Wenn man mit einemIndianer zn thnn hat, muß man rechnen nnd vorsichtig sein, denneine rothe Natnr liebt sehr List nnd Tücke. Jeht seht Ihr, Judith,daß ich gar nicht ans den Fels zn stenre, sondern hier östlich da-von, und jetzt werden die Wilden in dieser Richtung traben, undsich müde Füße machen, und Alles für Nichts."

Ihr glaubt also, sie sehen uns, und beobachten unsere Be-wegungen, Wildtödter? Ich hoffte, sie würden in die Wälderznrückgegangen sein, nnd uns einige Stunden ungestört lassen."

Das ist ganz die Einbildung eines' Weibes, Es gibt keinenNachlaß in der Wachsamkeit eines Indianers, wenn er ans demKriegspfad ist; nnd Angen sind in dieser Minute ans uns gehef-tet, obwohl der See uns schützt. Wir müssen dem Felsen mitUeberlegung nahe kommen, nnd die Elenden ans eine falsche Spurz» bringen suchen. Die Mingv's haben gute Nase», höre ich;aber eines weißen Mannes Vernunft sollte es immer ihrem In-stinkt gleich thnn."

Judith knüpfte jeht ein rasch abwechselndes Gespräch mitWildtödter an, worin das Mädchen ihr steigendes Interesse fürden jungen Mann verricth; ein Interesse, das sie bei seiner ehr-lichen Unbefangenheit nnd bei ihrer Charakterentschiedenheit, unter-stützt durch das Selbstgefühl, welches die ihren persönlichen Reizenso allgemein gezollte Schätzung in ihr geweckt hatte, weniger znverhehlen bestrebt war, als unter andern Umständen wohl der Fallgewesen wäre. Sie war nicht eigentlich aufdringlich nnd keck inihrem Benehmen, obgleich in ihren Blicken oft etwas so Freieswar, daß es den ganzen Beistand ihrer ausnehmenden Schönheit