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während Nickis so bald jene Entzauberung bewirkt, welche dienothwendige Folge einer Nichtzusammenstimmung von Erscheinungund Benehmen ist, als eine gemeine Betonung der Stimme oderder Gebrauch unedler Worte. Judith und ihre Schwester warenauffallende Ausnahmen unter allen Mädchen ihrer Klasse, dieganze Gränze entlang; die Offiziere der nächsten Garnison hattender Erster» oft geschmeichelt mit der Versicherung, daß wenigeDamen in den Städten sich besser als sie auf diesen wichtigenPunkt verständen. Dieß war zwar weit nicht buchstäblich wahr,aber doch so weit, daß das Kompliment ihr füglicherweise konntegemacht werden. Die Mädchen verdankten diesen Vorzug ihrerMutter, denn sie hatten in der Kindheit schon von ihr diese vor-theilhafte Eigenschaft angenommen, die kein späteres Studiumund Arbeit ohne eine Schattenseite zu geben vermag, wenn mannicht in der früher» Lebensperiode darauf geachtet hat. Wer dieseMutter war, oder vielmehr gewesen war, wußte Niemand alsHutter. Sie war jetzt zwei Sommer todt, und wie Harry er-zählte, mar sie im See versenkt worden; ob aus einem gewissenVornrtheil, oder aus Widerwillen gegen die Muhe, ihr ein Grabzu graben, war oft Gegenstand der Erörterung unter den rohenWesen jener Gegend gewesen. Judith hatte die Stelle nie besucht,Hetty aber war bei der Bestattung zugegen gewesen, und sie ru-derte oft um Souncnnntergang oder beim Mondschein ein Canoean die Stelle, und starrte hinab in das durchsichtige Wasser, inder Hoffnung, doch einmal mit Einem flüchtigen Blick die Gestalterschauen zu können, die sie von Kindheit an bis zu der traurigenStunde des Scheidens so zärtlich geliebt hatte.
„Müssen wir den Felsen genau in dem Augenblick erreichen,wo die Sonne nntergeht?" fragte Judith den jungen Mann, wiesie neben einander standen, Wildtödter das Steuerruder haltend,und sie mit der Nadel an einem feinen Kleidungsstück arbeitend,das weit über ihrer Stellung im Leben und eine völlige Neuheit