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von weißem Blut und weißen Gaben ist nicht zu erwarten, daßer sich seiner Thaten rühme und mit Skalpen prange."
Judith hörte beinahe athemlos zu; und als Wildtödter in seiner-ruhige», bescheidenen Weise geneigt schien, den Gegenstand zu ver-lassen, stand sie ans, schritt durch das Gemach, und setzte sich nebenihn. Das Benehmen des Mädchens hatte nichts Zudringliches undKeckes, obwohl es den lebhaften Instinkt weiblicher Neigung unddas sympathisirende Wohlwollen weiblichen Interesses verrieth.Sie ergriff sogar die harte Hand des Jägers und drückte sie mitihren beiden Händen, vielleicht halb unbewußt, während sie ihm ernstund sogar vorwurfsvoll in sein sonnverbranntes Antlitz schaute.
„Jbr habt mit den Wilden gekämpft, Wildtödter, einzeln, ganzallein!" sagte sie. „Vom Wunsch beseelt, uns zu beschützen —Hetty — mich vielleicht, habt Ihr tapfer mit dem Feind gekämpft,ohne daß ei» Auge nahe war, Euch zu Thaten zu ermnthigen,oder Euer» Fall mitanznsehen, hätte es der Vorsehung gefallen,ein so großes Unglück znzngeben!"
„Ich habe gekämpft, Judith; ja, ich habe mit dem Feind ge-kämpft, und das zum ersten Mal in meinem Leben. Diese Sachenmüssen sein, und sie geben Einem ei» gemischtes Gefühl von Knmmer»nd Triumph. Menschliche Natur ist eine kampfsüchtige Natur, glaub'ich, da alle Nationen in der Schlacht tödten, und mir müssen unser»Rechten und Gaben treu bleiben. Was bis jetzt geschehen, ist nichtviel; aber sollte Chingachgook diesen Abend bei dem Felsen ein-treffen, wie zwischen uns verabredet ist, und ich ihn, ohne daßdie Wilden es merken, dort wegholcn können, oder, wenn sie esauch merken, ihren Wünschen und Absichten zum Trotz: dann dürfenwir Alle wohl einer Art von Krieg entgegen sehen, ehe die Mingv'ssich des Kastells, der Arche, oder Eurer bemächtigen sollen."
„Wer ist dieser Chingachgook? woher kommt er? und warumkommt er hierher?"
„Diese Fragen sind natürlich und recht, denke ich, obgleich der