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12 (1853) Der Wildtöter : eine Erzählung
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nute lang schien die Erstere gekränkt und traurig. Plötzlich jedochsich wieder fassend, wandte sie sich von ihrer Schwester weg, alssuhlte sie Mitleid mit ihrer Schwäche, und sagte, zu dem jungenMann sich wendend:

Ihr habt mir Eure Geschichte erst halb erzählt, und da abge-brochen, wo Ihr in dem Canoe zu schlafen anfingt oder viel-mehr, wo Ihr anfstandet, um ans das Schreien des Wasservogelszu lauschen. Auch wir haben das Geschrei der Wasserhühner ge-hört, und gedacht, es möge wohl einen Sturm bedeuten, obgleichwir ans diesem See und zu dieser Jahreszeit wenig Gewitter zuhaben pflegen."

Die Winde blasen und die Stürme heulen, wie es Gott ge-fällt, bald zu dieser, bald zu jener Jahreszeit," versetzte Wild-tödter,und die Wasservögel lassen sich hören »ach ihrer Natur.Besser wäre es, wenn die Menschen eben so ehrlich und offenwären. Nachdem ich aufgestanden, um den Vögeln zu lauschen,und merkte, daß cs nicht Hnrry's Signal sein könne, legte ichmich nieder und schlief. Als der Tag anbrach, war ich auf undmunter, wie gewöhnlich, und dann eilte ich den beiden Canoe'snach, damit nicht die Mingo's sich ihrer bemächtigten."

Ihr habt uns nicht Alles erzählt, Wildtödter," sagte Judithernst.Wir haben Büchsen knallen gehört unter dem östlichenBerge; die Echo's waren voll und lang, und folgten so bald aufden Knall, daß die Gewehre auf der Küste oder ganz nahe dabeimüssen abgefenert worden sein. Unser Ohr ist an diese Zeichengewöhnt, und läßt sich nicht täuschen."

Es hat seine Pflicht gethan, Mädchen, dießmal; ja, cs hatseine Pflicht gethan. Es sind diesen Morgen Büchsen angelegtworden, ja, und auch abgedrückt, obwohl nicht so oft, als hättegeschehen können. Ein Krieger ist nach seinen glücklichen Jagd-revieren gegangen, und das ist das Ganze. Von einem Mann