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Jüngling in seiner Gegend schon einen großen Namen hat. Chin-gachgook ist dem Blute nach ein Mohikan, nach alter Gewohnheitzu den Delaware» sich haltend, wie dieß bei den Meisten seinesStammes der Fall ist; denn dieser ist längst durch das Neber-handnehmcn unserer Farbe gebrochen und zertrümmert worden.Er ist von der Familie der großen Häuptlinge; Uncas, sein Vater,ist der angesehenste Krieger und Rathgebcr seines Volks gewesen.Selbst der alte Tamenund ehrt Chingachgook, obgleich mau ihnnoch für zu jung hält, im Kriege anznführen; und dann ist derStamm so zerstreut Md geschwächt, daß die Häuptliugschaft unterihnen wenig Mehr, als ein bloßer Name ist. Nun, nachdem dieserKrieg ernstlich begonnen, verabredeten wir, ich und der Delaware,uns diesen Abend zur Stunde des Sonnenuntergangs an dem Be-stellungs-Felsen, am Ende eben dieses See's zu treffen, in der Ab-sicht, unser» ersten Kriegszug gegen die Miugo's zu unternehmen.Warum wir gerade diesen Weg eingeschlagen, ist unser Geheim-niß; aber nachdenkliche junge Männer auf dem Kriegspfad thun,wie Ihr Euch wohl denken könnt, Nichts ohne Berechnung undAbsicht."
„Ein Delaware kann keine feindselige Absichten gegen unshaben," sagte Judith nach augenblicklichem Bedenken; „und Euchkennen wir als einen Freund."
„Verrath ist das letzte Verbrechen, hoffe ich, dessen man michwird anklagen können," versetzte Wildtödter, gekränkt durch denSchatten von Mißtrauen, der durch Judith's Seele geflogen war;„und am wenigsten Verrath gegen meine eigene Farbe!"
„Niemand hat Argwohn gegen Euch, Wildtödter," rief dasMädchen mit Heftigkeit. „Nein — nein — Euer ehrliches Gesichtwürde hinlängliche Bürgschaft für die Wahrheit von tausend Herzensein! Wenn alle Männer so redliche Zungen hätten, und nichtversprächen, was sie doch nicht zu erfülle» gemeint sind, würdeweniger Uttrecht in der Welt geschehen, und schöne Federn und