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frühere Geschichte zu erfahre». „Hurry Harry sagt mir, er seieinmal Matrose gewesen."
Judith schien zuerst in einige Verlegenheit zu gerathen; daununter dem Einfluß von Gefühlen, die ihr in mehr als Einer Hin-sicht neu waren, wurde sie plötzlich mittheilsam und nahm, wie esschien, lebhaften Antheil an dem Gegenstand des Gesprächs.
„Wenn Hurry Etwas von Vaters Geschichte weiß, so wollteich, er hätte es mir erzählt!" rief sic ans. „Manchmal glaubeauch ich, er sei einmal Matrose gewesen und manchmal auch wie-der nicht. Wenn dieser Schrank offen wäre, oder wenn er spre-chen könnte, könnte er uns in seine ganze Geschichte einweihen.Aber seine Schlösser und Riegel sind zu stark, um aufgebrochenzu werden wie Packschnüre."
Wildtödter wandte sich zu dem fraglichen Schranke »nd be-sichtigte ihn zum ersten Mal genau. Obgleich er eytfärbt war,und Spuren von häufiger übler Handhabung an sich trug, war erdoch, wie er jetzt sah, von weit besserem Stoff und vorzüglichererArbeit, als alles Aehnliche, was er früher gesehen. Das Holz wardunkel, edel und war einmal trefflich polirt gewesen, obgleich dieBehandlung, die er mußte erfahren haben, wenig Glanz mehr übriggelassen, und verschiedene Schrammen und Ritzen die herben Colli-sioncn vcrriethen, in welche er mit noch härter« Gegenständengerathen war. Die Ecken waren stark mit Stahl beschlagen, sorg-fältig und reich gearbeitet, während die Schlösser, deren er nichtweniger als drei hatte, und die Bänder von einer. Arbeit undFayon waren, welche selbst in einem Magazin von ausgezeichnetenMenbles Aufmerksamkeit erregt haben würde. Der Schrank warauch groß; und als Wildtödter anfstand, und ihn von der einenSeite an seiner massiven Handhabe aufznheben versuchte, fand er,daß die Schwere vollkommen der äußern Erscheinung entsprach.
„Habt Ihr je diesen Schrank geöffnet gesehen, Judith," fragteder junge Mann mit der Freimüthigkeit des Gränzers, denn von