Druckschrift 
12 (1853) Der Wildtöter : eine Erzählung
Entstehung
Seite
100
Einzelbild herunterladen
 

100

Wir tödten unsere Feinde im Krieg, Mädchen, damit sie nichtuns tödten. Eine Seite »der die andere muß anfangen; und diezuerst anfangcn, tragen am ehesten den Sieg davon. Du verstehstNichts von diesen Dingen, arme Hetty, und solltest am liebstendavon schweigen."

Judith sagt, es sei unrecht, Vater; und Judith hat Ver-stand, wenn auch ich keinen habe."

Judith versteht es besser, als das; sic mir von diesen Dingenspräche; denn sie hat Verstand, wie du sagst, »nd weiß, daß iches nicht dulden wurde. Was wurdest du vorziehen, Hetty: daßman dir deinen Skalp nähme, und an die Franzosen verkaufte,oder daß mir unsere Feinde tödteten, und sie hinderten, uns einLeid zu thnn?"

Das ist es nicht, Vater! Tödtet sie nicht, und laßt auch unsnicht von ihnen tödten. Verkauft Eure Häute, und schafft neueherbei, wenn Ihr könnt; aber verkauft nicht Blut!"

Komm', komm', Kind; reden wir von Dingen, die du ver-stehst. Freut es dich, nnsern alten Freund March wieder znrnck-gekommen zu sehen? Du magst Hnrry wohl leiden, und mußtwissen, daß er wohl eines Tages dein Bruder werden kannwo nicht noch etwas Näheres."

Das kann nicht sein, Vater," erwiedcrte das Mädchen nacheiner lange» Pause;Hnrry hat Einen Vater und Eine Muttergehabt; und die Leute haben nie zwei."

Da sieht man deinen schwachen Geist, Hetty. Wen» Judeheirathet, so wird ihres Mannes Vater ihr Vater, und ihres Man-nes Schwester ihre Schwester. Wenn sic Hnrry heirathen sollte,wird er dein Bruder." '

Judith wird nie den Hnrry nehmen," versetzte das Mädchenmild, aber bestimmt. Judith mag den Hnrry nicht.".

Das-ist mehr als du wissen kannst, Hetty. Harry Marchist der schönste und der stärkste und der kühnste junge Mann, der je