II. Von der cbra.i schon Elegie. i8Z
Allmählich wichen seitwärts unsre Tnttevom Gehn auf unfern Straßen. *)
Es nahte unser Ende:vorüber waren unsre Tage,unser Ende war da.
Schneller, als die Adler des Himmelskamen unsre Verfolger heran:auf den Bergen erjagten sie unsin den Wüsten stelleten sie uns nach.
Unser Athem, des Herrn Gesalbter,ward gefangen in ihrer Gruft:
Er, von dem wir sprachen: „wir werden inseinem Schatten
„unter den Völker« sicher seyn!"
Freue dich, erjauchze, du Tochter Edom,die wohnet im Lande Utz;
Auch über dich wird kommen des Elends Kelch,Berauschet wirst du werden daraus und speyn.
Deine Schuld ist abgethan, o Tochter Zion,
Er wird nicht weiter dich gefangen lassenführen;
aber deine Missethat, o Tochter Edom,wird er einschn und enthüllen deine Süyden.
*) Die Straßen wurden unsicher und öde: das letzte,schauervolle Zeichen der Verzweiflung und desnahen Ausgangs.