II. Von der ebräischen Elegie.
d ie auf Scharlach waren erzogen,bedecken mit Unrath sich.
Groß war die Sünde der Tochter «eine»Volks,
über die Sünden Sodoms groß,die einst zerstöret ward im Augenblickoh»' alles Handeregen.
Die Edeln meines Volkes warenreiner als Schnee, weißer als Milch,Glanzesvoller als Edelstein,dem geschnittenen Saphir gleich.
Nun ist ihre Gestalt, wie Kohlen, dunkel:man kennt sie auf den Straßen nicht.
Die Haut klebt ihnen am Gebein.,wie dürres Holz sind sie.
Glückliche, die durchs Schwert hinsanken,glücklicher, als die, vor Hunger starben:denn jene wurden schneller hingemähl,als Feldes Frucht.
Aber hier kochten zarte Mütterihre Kinder zur Speise sich;so gräßlich war die Hungersnothder Tochter meines Volks.
Erfüllet hat Jehovah seinen Zorn,hat ausgeschüttet seinen Grimm,
Ein Feur hat er in Zion angezündet,
Das seine Gründe verzehrt.