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I. Lieder der Liebe.
mit einem Glanz und einer Sehnsucht auszeichnct',die fast die Nacht erleuchten. Und da die Gefrag-ten weiter fragen und sie ihnen nichts weiter an,vertrauen will, so kommt das Lied wieder unterdie Schäfer - und Rosengesange, wo sie Key Ge-legenheit der Rosen ihr altes Bekenntniß der Liebewiederholt und wie eine Nachtigall gleichsam mitdiesem Schluß und Wiederhalle forteilet. — —Auch muß ich abermals bemerke» , wie verändertdie Szene gegen der vorigen erscheine. Dort wareine Königövermählte / der Eilead und Hermon,die Davidsveste und der ganze Libanon mit Löwenund Leoparden zu Gebot stand. Alle Bilder warenin dieser Fülle, in diesem Schweben — Ein Blickvon ihr konnte Helden machen: die Goldkette ihresHalses riß den Liebhaber mit sich fort. Hier istein Landmädchen / die in ihrer Hütte, im Garten,allein schlaft. Der Geliebte kommt zur schlechtenThür, wo er am Riegel eingreifen kann und wieein Schäfer die Thür seiner Geliebten salbet k). Erist voll Thau und ohne Obdach, will eingelassenseyn — sie schlummert, spricht zwischen Schlaf
k) Daß die Salben am Riegel der Lhür und nichtan ihren Fingern gewesen, sagt die Urschriftdeutlich; auch einige Uebersetzungen haben esschon so ausgedrückt und verstanden. Das Sal-ben und Kränzen der Thür der Geliebten ist einealte Sitte der Gegenden; auch bey den Griechengewöhnlich, von denen sic, wie mich dünkt,Guys noch jetzt anführt. S. auch LeßingslkleloA. Zalom. x. go.