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Religion und Theologie Theil 7 (1828) Salomons Lieder der Liebe. Johannes Offenbarung
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Seite
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ti I. Lieder der Liebe.

Eo folge den Tritten der Heerde noch,

Und weide deine ZiegenBei den Zelten der Hirten."

Wie anders ist hier Alles! Dort Duft und Sal-ben, Wein und Freuden , Freundinnen und Königs-kammcrn; hier eine Hirtin auf offner Flur, einschwarzes von den Töchtern der Stadt beneidetesLandmadchen. Ein Kind der Sonne von Jugendaus, und auch jetzt, wie im Brande des Mittagslechzend. Ihr Geliebter ist selbst ein Hirt, derunter andern Hecrden weidet, den sie sucht, mitdessen Decke sie sich vergleicht, der ihr in eben demTone, als einem unbekannten schüchternen Land-madchen antwortet. Das ganze Stück athmct freiesFeld, Mittagsruhe, Hirten - und Landeinfalt.

So fangt die freie Unschuldige an, sic weiß,was sie ist und nicht ist, fodert die Meisten undJarlen der weichlichen Königsstadt aus, und truzt,der Liebe ihres Liebenden gewiß, ihrem höhnendenBlicke. .

Sie redet von sich in einem Landgleichniß;aber wie meistens diese Gleichnisse sind, vielseitig,wahr, treffend. Die Zelte der Kedarenischcn Hir-ten sind schwarz, grob, schlecht, von Kamcclhaarengewebt, im Sonnenbrände, so wie sie, lechzend;aber doch sind sie schön,nichts ist anmuthiger,sagen die Reisende, als eine weitlaustige Ebnevoll dieser schwarzen Zelte." a) Dazu lagern sich

e) Shaw's Reisen, S. ig3.