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2 (1843)
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Vierter Tag. Zehnte Geschichte.

in der Schnelligkeit einen Plan gefaßt, wie Alles wiederins Gleiche zu bringen wäre, und theilte diesen der Die-nerin ausführlich mit. Demzufolge ging dann die Letzterezu dem Arzte und sagte ihm weinend:Ach, Herr, ichhabe Euch wegen eines argen Vergehens, das ich gegenEuch begangen, um Verzeihung zu bitten."Und waswäre das?" entgegnete der Meister.Herr," sagte dieMagd, ohne darum im Weinen einzuhalten,Ihr wißtja, was für ein Mensch der Ruggieri von Jeroli ist; nunder hat ein Aug' auf mich geworfen, und da habe ich,halb aus Furcht und halb aus Liebe, Heuer wol seineLiebste werden müssen. Und als er gestern Abend er-fahren, daß Ihr aus wäret, hat er mir so viel vorgeredet,daß ich ihn am Ende mit in Euer Haus und in meineKammer nahm, um ihn über Nacht bei mir zu behalten.Wie er nun solchen Durst kriegte, und ich in der Eile nichtwußte, wo ich Wein oder Wasser sonst hernehmen wollte(denn Eure Frau war im Saale, und vor der wollte ich michnicht sehen lassen), da siel mir ein, daß ich in EuremZimmer ein Fläschchen mit Wasser hatte stehen sehen.Geschwinde holt' ich's ihm, er trank es aus, und ich setzt'es wieder hin, wo ich's gefunden hatte. Nun habt Ihrdarüber so schrecklich gescholten, und gewiß, ich habe Un-recht gethan; wer vergeht sich aber nicht zuweilen? IchHab' es auch schon bitterlich bereut, und zwar nicht alleinum dessentwillen, sondern in Folge der Geschichte sollRuggieri nun auch noch sein Leben einbüßen. Darumbitt' ich Euch denn, so hoch ich nur kann, vergebt mir,und erlaubt mir hinzugehen und, insofern ich es vermag,dem Ruggieri zu helfen." Als der Arzt diese Erzählungvernommen, antwortete er, seines Aergers ungeachtet, mireinem Spaße:Nun Du hast Dir die Buße selber auf-erlegt; denn während Du Dir einen Bettgenvssen ver-sprachst, der Dir die Glieder wacker durchschütteln sollte,hattest Du einen Siebenschläfer. So gehe denn für jetzt ^nur und rette Deinen Liebsten vom Galgen; in Zukunft