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2 (1843)
Entstehung
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Der giftige Salbeibusch.

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Während sie nun diese ihre Vergnügungen vom einenzum andern Tage fortsetzren und sich in ihrer Wiederkehrimmer mehr entflammten, sagte Pasquino eines Tageszur Simona, sie müsse sich ihm zu Gefallen nothwendigso einzurichten wissen, daß sie mit ihm einen Garten, inden er sie führen wolle, besuchen könne, damit sie dortin größerer Muße und geringerer Furcht zusammen seien.Simona sagte, sie sei es zufrieden. Dann redete sie einesSonntags nach dem Essen ihrem Vater ein, sie wolleden Ablaß von San Gallo besuchen, und ging statt dessenmit einer Freundin, Namens Lagina, in den Garten, denPasquino ihr bezeichnet. Hier fanden sie den Pasquinoschon mit einem seiner Cameraden, der Puccino hieß, abergewöhnlich Stramba genannt ward, und wie dieser in derEile eine Liebschaft mit der Lagina ansing, ließen Pas-quino und Simona sie am einen Ende des Gartens, undverloren sich am andern, um ihre gewohnten Vergnügun-gen zu wiederholen.

Nun stand in der Gegend, wo Pasquino und seineGeliebte sich befanden, zufällig ein Salbeibusch von be-sonderer Größe, neben dem sie sich niedersetzten und einegute Weile sich miteinander ergötzten. Dann redeten sienoch lange über das Vesperbrot, das sie mit aller Ge-mächlichkeit in diesem Garten einnehmen wollten, wobeisich Pasquino zu dem großen Salbeibusche niederbeugte,ein Blatt davon abpflückte und sich mit der Bemerkung,daß ihm der Salbei, was etwa vom Essen zurückgebliebensei, am besten davon wegnehme, Zahne und Zahnfleischtüchtig damit zu reiben begann. Als er dies eine Zeit langgethan, fuhr er fort über den Jnbiß zu sprechen, vondem vorher die Rede gewesen war.

Jndeß hatte er noch nicht lange weiter gesprochen, alser plötzlich die Farbe wechselte, wenig Augenblicke daraufGesicht und Sprache verlor und endlich binnen kurzemstarb. Beim Anblick aller dieser Unfälle Hub Simonalaut zu weinen und zu klagen an und rief nach Stramba