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2 (1843)
Entstehung
Seite
45
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Gerbino und die Prinzessin von Tunis. 45

kommende Fälle in ihrem Hause verborgen hatten. Dannbestiegen sie mit ihren Wächtern, ohne daß sie sich Zeitgenommen hätten, etwas von ihren Sachen mit sich zuführen, einen Kahn und flohen Nachts nach Rhodus, wosie nur kurze Zeit noch in Armuth und Elend lebten.

Zu solchem Ungemache also brachten Restagnon's thö-richte Liebe und Ninettens Zorn sowol diese selbst als ihreGefährten.

diertc Geschichte.

Gerbino greift gegen das Versprechen König Wilhelm's, seinesGroßvaters, um die Tochter des Königs von Tunis zu rauben,ein Schiff des Letzteren an. Die Bemannung des Schiffes tödtetdie Dame, wofür Gerbino sie Alle umbringt, ihm aber nachherder Kopf abgeschlagen wird.

Äauretta schwieg am Ende ihrer Geschichte, und in derGesellschaft äußerte der Eine gegen den Andern sein Mit-leid über das Unglück der Liebenden; Andere tadelten Ni-nettens Zorn, und so drückten Alle verschiedentlich ihreEmpfindungen aus, bis endlich der König, als komme ervon tiefen Gedanken wieder zu sich, das Haupt erhobund Elisen fortzufahren winkte, worauf diese gehorsamlichbegann:Liebenswürdige Mädchen, es gibt gar Viele,welche glauben, Amor sende seine Pfeile, nur von denAugen entflammt, und welche Diejenigen verspotten, diedafür halten, daß sich Jemand dem Rufe nach verliebenkönne; wie sehr aber diese im Jcrthum befangen sind,wird in der Geschichte deutlich erhellen, die ich Euch zuerzählen gesonnen bin. In ihr werdet Ihr nicht alleinvernehmen, wie das Gerücht, ohne daß die Liebenden sich