Druckschrift 
2 (1843)
Entstehung
Seite
5
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soeben von einem Hochzeitsfeste heimkchrten. Als derjunge Einsiedler diese ansichtig wurde, fragte er alsbaldden Vater, was das für Dinger waren. Jener antwortete:Mein Sohn, schlage die Augen nieder und schaue sienicht an; denn sie sind vom Uebel." Darauf sprach derSohn:Wie nennt man sie denn aber?" Weil nun derVater in dem Begehrungsvermögen des jungen Menschennicht unnütze Lust und Verlangen zu erregen wünschte,mochte er sie nicht mit ihrem rechten Namen Weibernennen, sondern sagte:Das sind Gänschen." Und, inder That klingt es unglaublich, der junge Mann, der niezuvor ein Weib erblickt, antwortete sogleich, unbekümmertum Paläste, Ochsen, Pferde, Esel, Geld und alle andernDinge, die er gesehen:Vater, ich bitte Euch, verschafftmir so ein Gänschen."Um Himmels willen, schweige,"entgegnete der Vater,die sind vom Uebel." Darauffragte ihn der Sohn:Sieht denn, was vom Uebel ist,also aus?"Ja," sagte der Vater; aber der Sohn ent-gegnete wieder:Ich weiß nicht, was Ihr sprecht, undwarum die vom Uebel sind. Was mich betrifft, so habeich so was Schönes und Reizendes noch nie gesehen. Diesind ja noch schöner als die gemalten Engel, die Ihr mirso oft gezeigt habt. Wenn Ihr mir gut seid, so laßtuns so ein Gänschen mit hinaufnehmen; ich will es schonauffüttern." Da sagte der Vater:Ich will aber nicht;und Du weißt auch gar nicht, womit die gefüttert seinwollen." Indem er aber so sprach, fühlte er, daß dieNatur mehr vermöge, als menschlicher Verstand, und be-reute es, ihn nach Florenz mitgenommen zu haben.

Was ich bisher von dieser Geschichte erzählt habe,möge indeß genügen, und ich will mich nun zu Denenwenden, an die ich sie gerichtet. Einige meiner Tadlersagten nämlich, ich thue übel daran, daß ich allzu sehrmich bemühe, Euch, Ihr jungen Damen, zu gefallen,und ich finde an Euch ein allzugroßes Behagen. DieseVorwürfe nun, daß Ihr nämlich mir gefallet, und daß