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daß keine physische Veränderung dieser Art eintretcn konnte, dienicht in der augenblicklichen Oberherrschaft des Geistes über denKörper ihren Grund fand, wenn der Erstere ans dem Punkte sicht,seine irdische Behausung für immer zu verlassen — ein Umstand,welcher bei solchen Kranken, wo das geistige Element besonders vor-herrscht, keineswegs ungewöhnlich ist. So leben dann in ihren letztenMomenten die Kräfte der Seele noch für einen Augenblick wiederauf, gerade wie eine Lampe, welche dem Erlöschen nahe ist, zuvornoch eine Zeitlang glimmt und aufflackert.
Er näherte sich dem Bette des Kranken, und betrachtete ihnlange und aufmerksam — es war kein Zweifel mehr, der letzte Au-genblick war nahe.
„Ihr seid ein Mann und seid Krieger, Sir Jairvis," spracher zu diesem mit leiser Stimme, „es würde also nicht wohl gc-rathen sein, wenn ich Euer Urtheil in einem Falle dieser Art irrezu leiten versuchen wollte. Unser verehrter Freund, der Contre-admiral, ist nrlieulo mortis, wie man wohl sagen könnte: er wirddie nächste halbe Stunde wohl schwerlich überleben."
Sir Gcrvaise fuhr auf. Er warf einen ernsten Blick um sich,denn gerade in diesem Augenblicke hätte er viel darum gegeben,wenn er mit seinem sterbenden Freunde hätte allein sein können.Er zauderte jedoch, diesen Wunsch zu äußern, denn es fiel ihmplötzlich bei, daß derselbe wohl unpassend erscheinen möchte.
Dieser Verlegenheit wurde er aber durch Blucwatcr selbst ent-hoben, der sich, wie er selbst, gescheut hatte, ein solches Begehrenlaut werden zu lassen. Der Kranke winkte dem Arzte, hcrbeizu-kommen, und flüsterte ihm seinen Wunsch in's Ohr, mit dein kom-mandircnden Admirale allein gelassen zu werden.
„Nun denn —- es heißt die Regeln unserer Praxis noch nichtüberschreiten, wenn wir dem armen Manne sein Ansuchen gewäh-ren," murmelte Magrath, und schaute sich nach seinen chirurgischenInstrumenten um, welche er mit der Kaltblütigkeit eines Handwerks-