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13 (1853) Die beiden Admirale : ein See-Roman
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fast immer nur von dem schwankenden Enthusiasmus des Kampfesund Sieges aufrecht erhalten fühlen.

Auf der andern Seite war Sir Gervaise in Dingen dieserArt so unerfahren wie ein Kind. Er fühlte Ehrfurcht vor seinemSchöpfer, und hatte von dessen Güte und Liebe jene allgemeinenBegriffe, wie sie ein guter Mensch immer zu haben pflegt; all'jene Dogmen aber in Betreff des verlorenen Urstandes des Men-schengeschlechts, der Erlösung und der Macht des Glaubens, galtenseinem Geiste als Ansichten, welche zwar nicht bestritten werdendurften, die man aber auch nicht gerade theilen müsse. Kurzder kommandirende Admiral hatte sich jener praktischen Ketzereiergeben, welche den Glauben von Millionen umschattet, hielt sichaber gleichwohl für einen standhaften Verfechter der Kirche unddes Thrones.

Doch war auch Sir Gervaise Oakes zu Zeiten mehr als ge-wöhnlich zu ernstem Nachdenken aufgelegt, und neigte sich dann so-gar zur Andacht hin; dabei aber machte er sich nur wenig mit Theorienoder mit der Offenbarung zu schaffen. In solchen Augenblicken wür-den ihn zwar seine Ansichten wohl schwerlich in dem Schooßc irgendeiner der christlichen Kirchen geduldet haben; dagegen stempelte ihnaber sein Gefühl vielleicht zu einem Anhänger von allen. Mit einemWorte wir besorgen, ihn unser» Lesern als ein ziemlich anschau-liches Beispiel dessen verführen zu müssen, was unbestimmte Allge-meinheiten sobald sie auf ein Gcmüth wirken, das für moralischeEindrücke nicht unempfänglich ist ans der großen Mehrzahl derMenschen zu machen pflegen, die sich bekanntlich manchmal mit denGeheimnissen eines zukünftigen Lebens beschäftigen, ohne weder zuden Tröstungen des Glaubens zu gelangen, noch jene logischenSchlußfolgerungen zu erreichen, welche sie, beinahe ohne cs selbstzu wissen, dennoch sicher zu erwarten scheinen.

Als daher Blüewater seine letzte Bemerkung machte, richteteder Viceadmiral einen ängstlichen Blick aus seinen Freund, denn