du wirst wohl niemals gewußt haben, daß er verheirathet war,sonst hätte ich dich gewiß davon sprechen hören."
„Verheirathet!" wiederholte Blnewater mit großer Theilnahmeund ohne daß das Sprechen ihn anzustrcngen schien. „Ich glaube,das muß wohl ein Jrrthum sein. Unbedacht und warmherzig warer freilich — doch lebte nur ein Wesen, das er jemals gchcirathethaben könnte und geheirathet haben w ü r d e. Sie ist schon längstgestorben. Doch nicht als seine Gattin, denn dieses würde ihrOheim — ein Mann von großem Neichthnm, aber unbeugsamemEigensinne — niemals zugegeben haben. Er überlebte sie, meinarmer Bruder aber nicht."
Dieß sprach der Verwundete mit sanfter Stimme, ohne daß csihn Anstrengung zu kosten oder ihm Schmerz zu verursachen schien.
„Hört Jhr's, Grecnly?" bemerkte Sir Gervaisc. „Und dochist cs kaum wahrscheinlich, daß Ihr Euch getäuscht haben solltet."
„Das habe ich auch nicht, wie Ihr mir glauben könnt, IhrHerren. Ich selbst nebst noch einem anderen Offizier, der in diesemAugenblicke ans unserer Flotte dient, war bei Obrist BlucwatersVermählung zugegen. Kapitän Blakclcy ist die Person, die ichmeine, und ich weiß, daß auch der Priester, der den Trauungsaktverrichtete, noch immerals wohibepfründcter Geistlicher am Leben ist."
„Das kommt mir aber wunderbar vor! Er liebte doch AgnesHedworth so glühend, und nur seine Armuth war das Hindernißihrer Vereinigung : Beide starben so jung, daß sic wohl schwerlichden Oheim ausgesöhnt haben konnten."
„Darin eben irrt Ihr Euch, Sir, denn Agnes Hedworth warwirklich die Braut."
Ein Geräusch im Zimmer unterbrach das Gespräch, und die dreiHerren sahen, wie Wycherly und Mildred sich beeilten, die Trüm-mer einer Tasse, welche MrS. Duttou hatte fallen lassen, aufzu-lesen. Die Letztere, über den kleinen Unfall anscheinend sehr er-schrocken, war bleich und zitternd in einen Stuhl zurückgesunken.