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Mildred schwieg. Sic konnte ihren Freund nicht vertheidigen,ohne ihren Vater anzuklagen.
Wycherly würde gerne ein Jahreseinkommen darum gegebenhaben, wenn er auf der See gewesen wäre, und dennoch scheute ersich, die Gefühle der atmen Tochter zu verletzen und sie merken zulassen, daß er ihr Zwiegespräch mit anhöre. Diese Unentschlossenheitmachte ihn zu dem unfreiwilligen Zuhörer einer Unterredung, dieoffenbar nicht für sein Ohr bestimmt war — ein Zufall, zu dessenVerhütung er wohl die geeigneten Maßregeln ergriffen habenwürde, wenn er noch Zeit zur Ueberlegung gehabt hätte.
„Setz' dich hierher, Mildred," begann Dutton abermals mitstrengem Tone, „und höre, was ich dir zu sagen habe. Es istZeit, daß wir nicht länger nutzlos mit einander tändeln. Du hastmein und deiner Mutter Glück in deinen Händen, und als einerder beiden so tief interesstrten Theile bin ich entschlossen, dasmeintge endlich einmal fest zu begründen."
„Ich verstehe Euch nicht, Vater," versetzte Mildred mit einemBeben des Tons, das den jungen Mann beinahe verleitet hätte,sich sehen zu lassen, obwohl sich jetzt, wie wir der Wahrheit zurEhre gestehen müssen, eine lebhafte Neugierde zu seinen sonstigenGefühlen gesellte. „Wie sollte ich das Glück der theuren Mutterund das Eure begründen können?"
„Der theuren Mutter! — Ja, in der That, theuer genugist sie mich zu stehen gekommen; aber ich denke, die Tochter wenig-stens soll mir dafür bezahlen. — Hörst du, Mildred — ich will mitdiesem dummen Zeug nichts mehr zu schaffen haben — als Vateraber frage ich dich, ob irgend ein Mann dir seine Hand angetragenhat? Rede aufrichtig und verhehle mir nichts — ich will Antwort?"
„Ich wünsche nichts von dem zu verhehlen, Vater, was gesagtwerden muß; wenn aber ein junges Mädchen die Ehre ablehnt,die ein Anderer ihr in solcher Beziehung anbietet, muß sie denndieses Geheimniß selbst ihrem Vater enthüllen?"