Druckschrift 
13 (1853) Die beiden Admirale : ein See-Roman
Entstehung
Seite
615
Einzelbild herunterladen
 

615

empor und spielte mit seinem Degengriffe. Das rasche Auge desKommandircnden entdeckte augenblicklich seine Verlegenheit, undmit Gedankenschnelle erkundigte er sich, was vorgefallen sei.

Nun, Sir Gervaise Ihr wißt, wie es mit manchenAdmiralen geht, wenn sie in Allem ihre Hände haben wollen. Ichsagte nnserem geliebten und verehrten Freund, daß er mit demEntern nichts zu schaffen habe; wenn Einer von uns mitgehenmuffe, so sei ich der rechte Maun dazu übrigens hätten wirBeide eigentlich auf dem Schiff zu verbleiben. Er sprach aberetwas von verlorener Ehre und verletzter Pflicht und Ihr wißtselbst, Sir, was er für Beine hat, wenn er sie einmal gebrauchenwill! Ebensogüt könnte man versuchen, einen Deserteur durch einHalloh anzuhalten weg war er mit dem ersten Haufen, den De-gen in der Hand ein Anblick, den ich nie zuvor gehabt und niewieder zu haben wünsche! So seht Ihr nun selbst, wie es steht,Sir."

Der Kommandirende preßte die Lippen zusammen, bis seine Zügeund sogar seine ganze Gestalt ein Bild verzweifelter Entschlossenheitdarboten; sein Gesicht war bleich wie der Tod, und die Muskelnseines Mundes zuckten trotz aller physischen Selbstbeherrschung.

Ich verstehe Euch, Sir," sprach er mit einer Stimme, welcheaus der iunersten Tiefe seiner Brust zu kommen schien;Ihr wolltsagen: Admiral Bluewater ist gefallen."

Nein, Gott sei Dank! Sir Gervaise, nicht ganz so schlimm;obwohl schwer verletzt ja, in der That, sehr schwer verletzt!"

Sir Gervaise Oakcs stöhnte schmerzlich, und begrub einigeMinuten lang sein Haupt in die Hängemattcntüchcr, um sein Ge-sicht vor dem Anblicke der Menschen zu verhüllen.

Zieht Eure Marssegel an die Mastenhäupter, Kapitän Sto-wet," sprach er endlich mit fester Stimme und richtete sich wiederstolz emporund wendet Euer Schiff herüber. Ich will zuEuch an Bord kommen."