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ein Mißverständniß obwalten kann?" fragte der Vtccadnüral, undsuchte durch den Rauch auf der Backbordscite einen freien Blick aufdas Wasser zu gewinnen. „Wäre es nicht möglich, daß eines un-serer eigenen entmastetcn Schiffe ans der Linie herausgebrochcn,und ohne daß wir's wüßten, aus dieser Seite von uns zurückge-lassen worden wäre?"
„Nein, Sir Gervaise — hier herrscht kein Mißverständniß,und kann auch keines herrschen — höchstens daß ich mich einwenig in der Entfernung getäuscht hätte. Ich sah nichts alsSegel und Spieren, nicht von einem einzelnen, sondern von dreiSchiffen, und eines derselben trug die französische Contreadmirals-flagge am Bcsanmaste. Zum Beweise, daß ich mich nicht geirrthabe, Sir, kommt cs hier noch in dieser Minute!"
Wie natürlich war der Ranch auf der äußeren Seite desPlantagenct bei weitem nicht so dicht, als auf der inneren, wo dasSchiff noch im Kampfe begriffen war, und da sich der Lnftstrom, wiedieß bei Kanonaden gewöhnlich der Fall ist, zu einem Wirbelwindeumgewandelt hatte, so gab cs sogar Augenblicke, wo er das Leichen-tuch der Schlacht völlig bei Seite schob. Eine solche Oeffnungentstand eben auch in dem jetzigen Augenblicke, und ein einzelnerMast und ein einzelnes Segel wurden gerade in der Richtungsichtbar, wo nach Wychcrly's Aussage der Feind erwartet werdenmußte. Es war ein Kreuzsegel, wie man jetzt nicht länger zweifelnkonnte, und oberhalb desselben wehte die kleine viereckige Wimpeldes Contrcadmirals.
Sir Gervaise hatte in einem Augenblicke über den Charakterdes Schiffes und über seinen eigenen Kurs entschieden. An denRand der Kampanje vertretend, rief er ohne Hilfe irgend einesSprachrohrs mit seiner natürlichen Stimme, welche das Gebrülleder Schlacht übertönte, die verhängnisvollen, dem Secmanne aberwohlvertrauten Worte:
„Bleibt stehen!"