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„Wir haben nicht gerade blos Bcgrüßungssalven ausgetauscht,Sir Gervaise," gab Kqpitän Folev zur Antwort, „doch ist dasSchiff bereits wieder dienstfähig. Sollte der Wind noch etwasNachlassen, so denke ich, wären wir sogar im Stand, die Segelscharf zu führen."
„Ich bin sehr froh, dieß zu vernehmen, Sir — höchlicherfreut, dieß zu vernehmen, Sir. Ich fürchtete für Euch mehrals für jedes andere Schiff in der Flotte. Ich hoffe, Ihr habtunter Eurer Mannschaft keinen wesentlichen Verlust erlitten?"
„Neun Todtc, Sir Gervaise, und, wie der Wundarzt sagt,sechzehn Verwundete."
„Das beweist, Foley, daß Ihr nicht im Hafen gelegen seid!—Nun, ich darf wohl sagen, wenn man die Wahrheit erfahren könnte,so würde man finden, daß Monsieur de Vcrvillins Schiffe zurVergeltung auch Merkzeichen von Euch an sich tragen. Lebt wohl—- lebt wohl — Gott mit Euch."
Der Thunderer glitt vorwärts und machte dem Blenheim —Kapitän Sterling — Raum. Der Blenheim war eines jener allzeitdienstbereiten Schiffe, die in ihrem Aeußeren zwar keine Spur vonGlanz und Prunk an sich tragen, dafür aber jeden Augenblick bereitsind, Schläge auszutheilen und zu empfangen. Sein Kommandantwar ein achter Seehund, zwar ziemlich stark zu harten, ausländischenFlüchen geneigt, auch ein bedeutender Konsument von Tabak undBranntwein, dabei aber ein Mann, der so viel Unterscheidungsgabebesaß, daß er vor seinem kommandirenden Admiral niemals fluchte,obwohl er dafür bekannt war, daß er es in Kirchen schon öftergethan hatte — oder auch mehr Getränke zu sich nahm, als er bequemführen konnte, sobald er einem Feinde oder einem Sturme zu be-gegnen erwarten mußte. Er war als Krieger wie als Seemannzu fest erprobt, um die Flasche als seine Zuflucht zu betrachten;sie war nur die Gefährtin seiner heiteren, vergnügten Stunden,und wurde dann auch, um die Wahrheit zu gestehen, mit solchem