mit den Bügen an dem Spiegel des Admiralschiffcs vorbei zu kom-men und die Schnelligkeit seines Laufes zu vermindern.
„Wie befindet Ihr Euch heute, Sir Gervaise?" schrie LordMorganic, ohne lange den Anruf des kommandirenden Admiralsabznwarten — „erlaubt mir, Sir, Euch zu den Waffenthaten die-ses glorreichen Tages meinen Glückwunsch abzustatten!"
„Ich danke Euch, mein Lord, und wünsche Euch zu sagen, daßich mit dem Benehmen Eures Schiffes zufrieden bin. Ihr habteuch Alle sehr brav gehalten, und ich wünsche euch Allen hiefürzu danken. Ist der Achilles beschädigt?"
„Nicht, daß fich's der Mühe lohnt, Sir. Etwas Tanwerk,auch hie und da eine Spiere ist allerdings drauf gegangen."
„Habt Ihr Leute verloren, Mylord? Ich wünsche ganz beson-ders, den Zustand jedes Schiffes genau kennen zu lernen."
„Ich glaube, so etliche acht bis zehn arme Bursche, Sir Ger-vaisc; doch sind wir jeden Augenblick zu neuem Kampfe bereit."
„Gut so, Mylord; macht Eure Boleinen fest und gebt Raumfür den Thunderer."
Morganic gab den nöthigen Befehl; als aber sein Schiff wie-der vorwärts steuerte, rief er mit der ihm eigenen Hartnäckigkeit:
„Ich hoffe, Sir Gervaise, Ihr habt nicht im Sinn, seine an-dere lahme Ente anfzugeben. Ich habe meinen ersten Lieutenantder einen Prise an Bord geschickt, und gestehe mein Verlangen, auchden zweiten ans den Bord der andern zu bringen."
„Ja, — ja — Morganic; wir schießen die Vögel herunterund Ihr schiebt sie ein. Ich werde Euch noch oster solche Jagdanvertrauen, ehe wir überhaupt auseinander kommen."
Selbst Sir Gervaise Oakes, der doch sonst nicht gewöhnt war,in Sachen des Dienstes zu scherzen, Hielt für passend, dem Rangedes Andern dieses keine Zugeständniß zu machen; dann entferntesich der Achilles von dem Flaggenschiffe so geräuschlos, wie manetwa den Vorhang von einer Bühne wegzicht.