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„ Mein thenrcr Oakes!
„Seit wir uns trennte», wurde mein Geist hinsichtlich desBenehmens, welches die Pflicht in einer so entscheidenden Epochemir vorschreibt, durch die heftigsten Kämpfe erschüttert. EineHand — ein Herz — eine Stimme sogar wird vielleicht überEnglands Schicksal entscheiden! Unter solchen Umständen sollte Je-der auf die Stimme des Gewissens hören und die Folgen seinereigeneil Handlungen voraus zu beurtheilcn bemüht sein.
„Vertrante Agenten bereisen den Westen von England, undEinen von ihnen habe ich gesprochen. Aus seinen Mittheilnngenentnahm ich, daß mehr, als ich mir je hätte träumen lassen, vonmir selbst - wie nicht minder von Monsieur de Vcrvillins Bewe-gungen abhängt.
„Sei nicht zu sanguinisch—nimm dir Zeit zu deinen eigenenEntschlüssen, und gewähre auch mir solchen Aufschub, denn mirist zu Muth wie einem Unglücklichen, dessen Schicksal bald ent-schieden werden muß. Um keinen Preis laß dich zum Kampfe hin-rcißen, weil du glaubst, meine Division sei nahe genug, um dichzu unterstützen, sondern halte wenigstens so lange an dich, bis LnGewisseres von mir hörst oder bis wir uns sehen. Ich finde eseben so hart, einen Schlag gegen meinen rechtmäßigen Fürsten zuführen, als ineinen Freund zu verlassen.
„Ums Himmels willen — handle klug, und verlaß dich dar-aus, daß du mich im Laufe der nächsten vierundzwanzig Stundensehen wirst. Ich werde mich stark östlich halten, in der Hoffnung,dich zu treffen, da ich fest überzeugt bin, daß de Vervillin nichtsehr weit nach Westen strebt.
„Ich werde dir durch den Ucberbringer noch mündliche Bot-schaft übersenden, denn meine Gedanken komme» nur langsam undmit großem Widerstreben.
Ewig der Deine
Richard Bluewater.