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13 (1853) Die beiden Admirale : ein See-Roman
Entstehung
Seite
496
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Frage zu einer raschen Entscheidung zu bringen. Da er sich geradeam Lnvbord der Victoirc befand, als diese ihre Flagge senkte, sobefahl er seinem ersten Lieutenant, in den größeren Kutter zusteigen, und ein halb Dutzend Marinesoldatcn und die nöthige An-zahl Matrosen mit sich zu nehmen. Bald sah man das Boot mitlosgebnndenen Rudern über dem tobenden Kessel des Oceans inder Lust schweben: cS niederznsenkcn, anszuhakcn und gehen zulassen war das Werk eines Augenblicks die Ruder fielen einund der Kutter schwamm leewärts.

Eine Kommandantenstelle mußte der Lohn eines glücklichen Er-folges sein, und Daly machte verzweifelte Anstrengungen, um siezu gewinnen. Die Prise bot die Leeseite dar, und mit der ihrerNation eigenthümlichen Gntmnthigkcit, Großmnth und Artigkeit,welche im umgekehrten Falle von ihren Gegnern wohl schwerlichnachgeahmt worden wäre, warfen die Franzosen ihren BesiegernTaue zu, um sic aus ihrer höchst widrigen Lage zu befreien. Sogelang cs der Mannschaft, die Prise zu erreichen das Bootaber schlug alsbald um und war verloren.

Das Anfhiffcn der rothen Flagge von England, jenes Sym-bols seines eigenen Ranges, das unter seinen Befehlen noch immermit Ehren bestanden war, neben der weißen Wimpel von Frank-reich galt Sir Gervaisc als Zeichen, daß der Offizier von derPrise Besitz genommen hatte. Augenblicklich ließ er der Flotte durchein Signal befehlen, daß Alle den Bewegungen des kommandiren-den Admirales folgen sollten. Sein eigenes großes Segel hattedie Stelle des zerrissenen Marssegels eingenommen, und der Plan-tagenct steuerte wieder so ruhig voraus gegen Süden, wie wennüberhaupt gar nichts Außergewöhnliches vorgefallen wäre.

Daly hatte eine volle Viertelstunde alle Kräfte am Bord derPrise aufzubieten, bis er diese endlich so, wie er wünschte, in Gangbrachte ; indem er aber die Schiffsaxt ungehindert walten ließ, ge-lang es ihm endlich, die Victoire von allen hindernden Trümmern