Fregattenkapitän, der durch Zufall ei» Linienschiff zu kom-niandircn bekommen hatte, wagte nicht, einen Schissskapitänder einen Herzog zum älteren Bruder hatte und sich selbst einenGrafen nannte — allein zu lassen.
Es lebte vielleicht ein ritterlicher Geist in dem Grafen von Che-lincourt, der ihn zu dem gefahrvollen Entschlüsse bewog, mit zweiSchiffen an deren sechscn in solcher Nähe vorüberzusegcln — einGeist, der uns wieder mit ihm aussöhnen und einen Schleier überseine Unbesonnenheit werfen könnte, um so mehr, als seine eigeneFlotte nahe genug war, um ihm im Falle eines Unglücks zu Hilfezu kommen, und überdicß immer noch die Möglichkeit offen stand,daß der Verlust einer wichtigen Spiere am Bord eines der feind-lichen Schiffe die Eroberung desselben nach sich ziehen konnte.So wenigstens dachte Monsieur de Ehelinconrt, indem er mit an-gezogcnen Backbordhalsen kühn darauf los steuerte und sogar, nach-dem der Temeraire rund geviert hatte, den Wind noch beständiggefaßt hielt, worin ihm Monsieur Comptant auf der Victoire ge-treulich nachfolgte.
Der Plantagcnet war indessen keine ganze Meile mehr vondem Scipio entfernt, und näherte sich ihm mit immer gleicher Ge-schwindigkeit; so machten eS die obwaltenden Umstände ipr höchstenGrade wahrscheinlich, daß er bald auf eine Vicrtelmcile Entfer-nung an dem Wctterbord seines Feindes vorübcrkommen undhierauf eine neue Kanonade folgen müßte, welche weit ernsthafter,als Alles, was sich bis jetzt zugctragen hatte, zu werden drohte.Die wenigen dazwischen liegenden Minuten gewährten Sir Ger-vaise Zeit, einen Blick um sich zu werfen und zum endlichen Ent-schlüsse zu gelangen.
Die englische Flotte hatte nie besser Linie gehalten, als geradein diesem Augenblick. Die Schiffe waren so dicht aufgeschlossen,als die Sicherheit nur immer gestattete, und Segel und Tauestanden so sicher und fest, als ob der günstigste Paffatwind wehte.