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13 (1853) Die beiden Admirale : ein See-Roman
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Die Quartiermeister der Flotte ließen eben die sechste Glockeschlagen, oder verkündeten mit anderen Worten, daß die siebenteStunde der Morgenwache gekommen sei, als der Planta gen etund der Temeraire einander quer gegenüber kamen. BeideSchiffe drängten sich schwerfällig durch die Welleuschluchten dahin,beide steuerten in ernster Majestät windwärts, und dennoch glittenbeide mit einer Schwerkraft durch die Brandung, welche der kaumbemerkbaren Bewegung eines Planeten gleich kam. Das Wasserschoß von ihren schwarzen Seiten und den glänzenden Hängcmat-teutüchern zurück, und all' das schwarze Rüstzeug des Kriegs, wel-ches ein Linienschiff von anderen Fahrzeugen unterscheidet, glitzertevom Schaum-doch keines von beiden gab ein Zeichen der Feind-seligkeit von sich. Der französische Admiral schickte kein Signalzur Eröffnung des Kampfes, und Sir Gervaise hatte seine eigenenGründe, warum er wünschte, die Vorhnt des Feindes wo möglichungefährdet zu passircn.

Auf dem Plantagenet wie aus dem Carnatic, welch' letzterersich dem Admiralschiffe bis auf halbe Kabellänge genähert hatte,entrann eine Minute nach der andern in athemlosem Schweigen.Jedes Auge, das irgend eine Ocffnung zum Ausschaueu vor sichhatte, war nach den Stückpforten des Hauptdecks auf dem Teme-raire gerichtet, und erwartete jeden Augenblick, das Feuer ausdessen Kanonen hervorbrcchen zu sehen.

Doch jeden Augenblick verminderte sich diese Wahrscheinlichkeit,wenigstens bei dem ersten von den französischen Schiffen, das baldaußerhalb der Feuerlinie des Plantagenct war, woraus sich dasselbeSchauspiel, mit demselben Erfolg, bei dem Conquercur, dem zweitenSchiffe in der französischen Linie wiederholte.

Sir Gervaise lächelte, als er die drei ersten Schiffe passirthatte, ohne daß man, wie es schien, Notiz von ihm nehmen wollte;als er sich aber jetzt dem Admiralschiffe näherte, da war er festüberzeugt, daß diese Ungestrastheit ein Ende nehmen müsse.