„Er hat das Senkblei dort unten in der Bai verloren," riefder adelige Lieutenant lachend, „und geht nun jeden Morgen mitTagesanbruch an die Hiuterpforte, um zu sehen, ob es nichtwieder hervor kömmt."
„Nun, Sonndings, was haltet Ihr von dem dritten Schiffein der französischen Linie?" fuhr Bury fort, ohne die leichtfertigeAeußerung des Jünglings zu beachten; „habt Ihr je zuvor solcheObermaste gesehen, wie dieses sie führt?"
„Ich habe noch selten einen Franzmann ohne solche gesehen,Mr. Burv. Wir würden auch auf unserer Flotte dieselben Schäftehaben, wenn Sir Jarvy sie duldete."
„Ja, aber Sir Jarvy wird sie nieinals dulden. Der Ka-pitän, der auf seinem Schiffe einen solchen Schaft aufrichtenwürde, müßte ihn wahrlich noch vor Abend wieder über Bordwerfen. In meinem Leben habe ich noch niemals eine solcheStange in der Luft gesehen."
„Was ik's denn mit dem Maste, Mr. Bury?" fiel Magrathein, der mit den älteren Seeoffizieren beständig wissenschaftlicheScharmützel (wie er's nannte) zu halten pflegte — feiner Ansichtnach waren nämlich die jüngeren Offiziere viel zu unerfahren, umsie eines solchen Kampfes zu würdigen. „Ich will drauf wetten,die Spiere ist gewiß nach den erprobtesten philosophischen Grund-sätzen geformt und aufs Schönste hcrausgcpntzt, denn hierinhaben die Franzosen vor uns den Vorzug."
„Wer hat je von dem Formen einer Spiere gehört," un-terbrach ihn Soundings, laut lachend; „wir formen die Gestalteines Schiffs, Doktor, aber wir verlängern oder verkürzen,schrubben oder schließen unsere Masten."
„Das ist die gewöhnliche Antwort, die ich erhalte, ihr Herren,und damit gedenkt ihr mich, wahrscheinlich durch Acclamation (wiemanch in anderen gelehrten Körperschaften nennt) hinaus zu vo-tiren? wahrlich, ich möchte keinem Geschöpfe, das nur einige Ver-