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glaublich Vorkommen, daß man überhaupt dem Feinde so nahe seinund doch so viele Gleichgültigkeit gegen diese Nähe an den Taglegen könne; — und gleichwohl war dieß ans dem Plantagenetder Fall, als das Ergebniß langer Gewohnheit und eines gewissenseemännischen Instinktes, der dem Matrosen jedesmal verkündet,ob etwas Bedenkliches ,im Winde^ ist oder nicht.
Die Verschiedenheit der Stärke der beiden Flotten, der heftigeSturm und die Luvstcllung der Engländer — Alles zusammen ließdie Mannschaft mit Sicherheit schließen, daß keinerlei Entscheidungeintreten könne. Hie und da sah man einen Offizier oder einenalten Matrosen durch eine Stückpforte hinausschaucn, um die Stel-lung und Stärke der Franzosen zu beaugenscheinigen; im Ganzenaber erregte die feindliche Flotte kaum größere Aufmerksamkeit, alswenn sie in Cherbourg vor Anker gelegen wäre.
Die Stunde des Frühstücks war nahe, und dieses wichtige Er-eigniß nahm alsbald das Hauptinteresse des Augenblicks in An-spruch. Die Offiziersjnngen besonders fingen an — wie gewöhn-lich mit Töpfen und Tellern versehen, sich um die Kombüse zu ver-sammeln; dann und wann warf Einer von ihnen einen sorglosenBlick durch die nächste Oeffnung, um zu erfahren, wie's bei denFremden aussah; was aber den Kampf betraf, so war die größteWahrscheinlichkeit vorhanden, daß derselbe weit eher zwischen denVerfechtern der Rechte der verschiedenen Tische, als zwischen denbeiden großen kriegführenden Seemächten ausbrechen würde/
Auch in der Konstablerkammer, der Ambulance*) und aus derKuhbrücke war der Stand der Dinge im Wesentlichen derselbe. Aufeinem Zweidecker wird die Mehrzahl der Mannschaft aus dem unterenKanonendeck untergebracht, und der Befehl, ,das Schiff zu klarireiss,ehe man ernstlich an die Vorbereitungen zum Kampfe geht, ist beieinemSchiffe von dieserBauart weitnöthiger als bei einem kleineren
') Das .Verbandzimmer'. zunächst neben dem Kanonendeck befindlich.
D. U.
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