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Monsieur de Vervillin war ein Mann von angesehener Familie,der mit guter, wissenschaftlicher Bildung eine genaue Kcnntniß derSchiffsknnst vcrdand, so weit cs nämlich die Bekanntschaft mit ihrenallgemeinen Kräften und Grundsätzen betraft Hiemit waren aberauch seine Standcskenntnisse zu Ende, denn all' jene unzähligenEinzelheiten, deren Bekanntschaft den unterscheidenden Vorzug einespraktischen Seemannes begründet, waren ihm in hohem Grade fremd,so daß er genöthigt war, in dringenden Augenblicken erst nachzu-denkcn, während der wahrhaft ausgezeichnete Seemann in solchenMomenten mehr nach einer Art Instinkt als nach einer wirklichnachweisbaren Verstandcsoperatio» zu handeln scheint. Doch war diesertapfere Offizier — mit einer solchen Flotte und einer so starken An-sprache an alle seine Hilfsquellen vor sich —jedenfalls ein ausnehmendfurchtbarer Feind für eine offene Seeschlacht in geschlossener Linie.
Sir Gervaise Oakcs verlor all' seine angcborne, ficbcrischcUngeduld, so wie die beiden Flotten sich immer näher und näher kamen.Wie dich bei tapferen Männern, die von Natur sehr erregbar sind,keineswegs ungewöhnlich ist, so wurde auch er immer ruhiger undgewann immer nwhr seine vollkommene Selbstbeherrschung wieder,je mehr die Entscheidung hcrannahtc; jetzt erst sah er die Dingein ihrem wahren Lichte, und fühlte mehr und mehr die Kraft insich, die Umstände zu bewältigen. Noch immer ging er ans derKampanje auf und nieder; aber sein Schritt war jetzt langsamer,die Hände waren zwar noch auf dem Rücken gekreuzt, die Fingeraber regungslos, während seine Miene ernst und sein Blick nach-denklich wurde.
Grccnly wußte, daß eine Störung von seiner Seite jetzt nichtmehr rathsam war, denn so bald der Viceadmiral diese Miene an-nahm, wurde er auch buchstäblich der oberste Befehlshaber: undjeder Versuch, anders als durch Mitthcilung neuer Thatsacheu eineMeinung geltend zu machen oder Einfluß aus ihn ausznüben — konntenichts als denZorn des Admirals aus sein cigencsHaupt hcrbeirusen.