bei, den düsteren Anblick des Oceans etwas aufzuhcitern, obgleichihm die Wuth der Winde und Wogen immer noch ein finsteres,melancholisches Aussehen verlieh. Windwärts waren noch keineZeichen von einem Abnchmen des Sturmes zu gewahren, und auchder Himmel zögerte noch immer, seine Fluten, so wie man hätteerwarten können, auf die tobenden Wasser herabzusenden.
Die Flotte befand sich in diesem Augenblicke ziemlich weitsüdlich vom Kap la Hogue, nur noch bedeutend westwärts vondemselben, also gerade auf einem Punkte, wo der Kanal die Windeund Wogen aus dem vollen Bereiche des atlantischen Oceans em-pfing, und die Fluten in langen, regelmäßigen Wellenlinien herein-brachen, aber gleichwohl durch den Einfluß der Strömung in ihremLause gehemmt wurden. Selbst so schwere Schiffe wie die Zwei-decker bewegten sich in diesem Sturme mit großer Anstrengung, undSchoten und Jnhölzer ,klagten^, wie die Schiffssprache dieß ge-wöhnlich bezeichnet, wenn die ungeheuren, mit ehernen Geschützenbeladenen Massen sich auf den kommenden und gehenden Wogenhoben und senkten. Doch waren ihre Bewegungen stetig und ma-jestätisch, wogegen der Kutter, die Sloop und selbst die Fregattengleich Schaumblascn herumgeworfen wurden und der Willkür derElemente gänzlich preisgegeben schienen.
Die Chloe kam eine volle Meile leewärts, und zwar gerade inentgegengesetzter Richtung an dem Admiralschiffe vorüber, und dennochwar ihr Brustholz, wenn sie auf die Spitze einer Woge gehobenwurde, oft beinahe bis zum Kiele sichtbar. Dieß sind die wahrenMomente der Prüfung, welche die Stärke eines Fahrzeuges erproben,denn wenn ein Schiff stets gleichförmig mit allen seinen Linien imWasser läge, so wäre keine Nothwendigkeit vorhanden, dasselbezu einer so sestgedrungenen Masse von Holz und Eisen zusammenzu construiren, wie dieß in der That der Fall ist.
Das Vorrücken der beiden Flotten blieb sich ziemlich gleich;beide Geschwader kämpften sich mit der Geschwindigkeit von einer