Druckschrift 
13 (1853) Die beiden Admirale : ein See-Roman
Entstehung
Seite
426
Einzelbild herunterladen
 

426

wird. Wenn wir dann die Obersegcl etwas vorwärts stellen, Sir,so können wir, wie Ihr wißt, unser Schiff auch bei stürmischerSee recht gut herumbringen."

^In der That, davon weiß ich bis jetzt nichts, mein Lord.Was Ihr gewinnt, wcnn.Jhr back genommen werdet, das verliertIhr wieder, sobald Ihr in den Wind kommt. Wenn ich eine Wagehätte, die zu solchem Zwecke taugte, so würde ich alb das Tau-werk, das Ihr dort drüben über Eurem Buge ans das Ende einesso langen Hebels aufgcstaut habt, abwägen lassen, damit Ihreinsehcn lerntet, welch' schöne Erfindung Ihr unter Euch ausgehcckthabt, um ein Schiff gegen die Stürzsce stampfen zu lassen. Hol'mich der Teufel, wenn ich glaube, daß Ihr überhaupt nur beilegenkönnt, denn Ihr habt ja so viel Zeug da oben, daß cs Euch noth-wendig leewärts abtreiben muß! Nur vorwärts, mein Lord, Allesnach vorne ja Alles, mcrkt's Euch und stellt mir den Mast sosenkrecht als möglich. Es ist, find' ich, ein hart Stück Arbeit,einen neumodischen Kapitän dazu zu bringen, daß er alle Dinge anihrem Platze läßt."

Nun, nun, Sir Gervaise, ich denke doch, der Achilles wirdsich eben so gut wie die meisten anderen Schiffe ausnehmcn, undwas sein Steuern und Arbeiten betrifft, so weiß ich nur so viel,daß er weder träg noch plump ist."

Er ist allerdings gut genug, Morganic, wenn man bedenkt,wie viele Bondstreet-Jdeenunter seinen Offizieren herrschen:eine Stürzsee aber wird er nimmermehr aushaltcn, so lange jeneVorstenge Eure ritterlichen Häupter bedroht. Macht also, daßEuer Mast, sobald es angeht, wieder in Ordnung kömmt, undwählt den ersten schönen Tag, den wir zur See haben, um ohneweitere Einladung eine Suppe bei mir cinzunehmen. Ich werdeParker einige Stücke Schwarzwild übersenden: Euch aber will

'1 Zu damaliger Zeit die Straße des vornehme» Adels in London. D. U.