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13 (1853) Die beiden Admirale : ein See-Roman
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425
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genossen, welche ihm im militärischen Range vergingen, daß ersich seiner Uebcrlegenheit im bürgerlichen recht wohl bewußtwar: da übrigens Sir Gervaise von einer alten Familie abstammteund eben so reich wie er selbst war, so pflegte er dem Viceadmiral weitgrößere Ehrerbietung als den übrigen Kommandanten zu erweisen.

Sein Schiss war voll von Nobs*), wie man in der englischenMarine die Söhne und Verwandten des hohen Adels zu nennenpflegt, und es war bei diesen Herren keineswegs ungewöhnlich, sichbei Tische sogar auf Kosten von Flaggcnosfizieren lustig zu machen,wenn sie von ihnen glaubten, daß sic jenes verfeinerten Ehrge-fühles ermangelten, das, wie man mit vollem Rechte annimmt,eine solche höhere Stellung in der Gesellschaft bezeichnen sollte.

Guten Morgen, Sir Gervaise," begann der adelige Kapi-tän in munterem Tone;ich bin sehr erfreut, Euch nach unsererlangen Kreuzfahrt in der Bai so wohl aussehend zu finden. Ichwollte mir heute Morgen die Ehre nehmen, mich persönlich nachEurem Befinden zu erkundigen; man sagte mir aber, Ihr hättetdie Nacht außerhalb Eures Schiffes zngcbracht. Wir werden wohlnoch ein Kriegsgericht über Euch halten müssen, Sir, wenn IhrEuch noch oft dieser Gewohnheit hingebt!"

Alle, welche dieß mit anhörten, sogar die rauhen, alten Theer-jacken, die rittlings auf den Raacn saßen, mußten lachen, und selbstSir Gervaisc's Lippe verzog sich ein wenig, obwohl er nicht ebenzu Scherzen aufgelegt war.

Nun, nun, Morganic, laßt mir nur meine Gewohnheiten, undseht Euch lieber nach Eurer eigenen Vorstenge um. Sagt mir, beialler Seemannskunde, warum ist diese Spiere auf eine Art vor-wärts gestaut, daß sie dem Fockmast einer Schebecke ähnlich sieht?"

Gesällt's Euch nicht, Sir Gervaise? Nun seht, uns Allen hieram Bord kommt cs vor, als ob dieß dem Achilles ein ausnehmendkluges Aussehen gebe, und wir hoffen, daß es noch Mode werden

') Nobles Adelige.

D. U.