Druckschrift 
13 (1853) Die beiden Admirale : ein See-Roman
Entstehung
Seite
397
Einzelbild herunterladen
 

397

gab, und das große Boot, das zur Noth etliche zwanzig Menschenzu fassen vermochte, wie durch eine riesenhafte Anstrengung desSchiffes selbst aus dem tobenden Wasserspiegel emporgehobcn undin dem Inneren des Zweideckers selbst aufbewahrt wurde.

Wir sind nichts'weniger als zu früh daran, Sir," sprachStowel, sobald er den Contrcadmiral mit den zu dieser Stundeüblichen Cercmonien empfangen hatte.Wir haben schon eine tüch-tige Mütze voll Wind, und cs hat allen Anschein, als ob es vorMorgen noch ärger blasen wollte. Der Anker ist gebattet und ge-fischt, Sir, und auf dem Vorkastell lassen meine Leute in diesemAugenblick die Nustleinen ablaufen."

Füllt, Sir, und steuert in einer leichtenBolinic hinaus"lautete die Antwort;seid Ihr dann auf eine Meile draußen inder See, so laßt mich's wissen. Mr. Eornet, ich habe mit Euchin meiner Kajüte zu sprechen."

Mit diesen Worten begab sich Blucwater in Begleitung seinesSignalosfiziers in seine Kajüte hinab. In demselben Augenblickbefahl der erste Lieutenant, die großen Brassen zu bemannen unddas Marssegel zu füllen.

Sobald dieser Befehl vollzogen war, hob sich der Cäsar undsteuerte vorwärts. Seine Bewegungen geschahen langsam, aber miteiner Majestät, welche des Ungestüms der Elemente zu spotten schien.

Bluewatcr war indessen, das Haupt in nachdcnkender Stellungaus die Brust gesenkt, nicht weniger als sechsmal in seiner Kajüteauf und ab geschritten, ehe sich seine Aufmerksamkeit den Gegen-ständen außer ihm zuwcndcte.

Wünscht Ihr, daß ich noch länger bleibe, Admiral Blue-water?" fragte endlich der Signaloffizier.

Bitte um Entschuldigung, Mr. Cornct, ich wußte in derThat nicht, daß Ihr Euch in der Kajüte befindet. Laßt sehen-ja unser letztes Signal war: ,die Division auf Anrusweite demContrcadmiral sich nähern!' Sie müssen sehr nahe hcrankommen,