Bluewater erschrak, und fuhr vor dem festen Druck, womitder Andere in der Wärme des Gesprächs seinen Arm gefaßt hatte,ungefähr mit demselben instinktartigen Widerwillen zurück, mit demman vor der Berührung einer Schlange zurückbebt. Der Gedankean eine Verrätherei, wie sie ihm in der Bemerkung seines Ge-fährten zugemuthct wurde, war ihm noch nie vor die Seele ge-treten, und sein redliches Gemüth wandte sich mit heftigem Wider-willen selbst vor dem nur angedeutetcn Vorschläge des Andern ab.
Doch war es ja immer noch nicht gewiß, wie weit Sir Regi-nald ihn zu drängen wünschte, und so hielt er es für gerecht, eheer eine entscheidende Antwort gab, sich- zuerst von den wirklichenAbsichten des Andern zu überzeugen. So räthlich dicß auch schien,so war es doch für einen geradsinnigcn Charakter, der hier miteinem wohlgeübten Jntriguantcn, wie der Baronet einer war, inBerührung kam — ein höchst gefährlicher Aufschub, denn SirReginald besaß Takt genug, um zu bemerken, daß sein neuer Freundbereits auf's Höchste beunruhigt war, und hatte sogleich beschlossen,in Zukunft vorsichtiger zu fein.
„Wie soll ich das verstehen, Sir Reginald Wychecombe?"fragte der Contreadmiral. „Auf welche Art kann ich möglicher-weise noch mit der Seemacht des Hauses Hannover in Verbindungbleiben, wenn es einmal meine Absicht ist, dessen Dienst zu ver-lassen? König Georgs Flotten können wohl schwerlich die Stuartsunterstützen und werden jedenfalls den Befehlen ihrer eigenen Offi-ziere gehorchen."
„Daran ist auch nicht der geringste Zweifel, Admiral Blue-water! Welch' glorreiches Vorrecht ward Monk*) dadurch zu Theil,daß es in seiner Macht stand, seinen gesetzlichen Oberhcrrn auf denihm gebührenden Thron zu erheben und so durch einen Handstreich
*) Georg Monk, später Herzog von Albemarle. war der General, der nachCromwellö Tode Karl ll. im Jahr 166V wieder auf den Thron setzte. D. U.