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„Das ist in der That ein kühner, entscheidender Streich! darfich fragen, was Ihr zur Antwort gegeben, Sir Reginald?"
„Nichts werde ich ihm antworten. Ich werde stets und unterallen Umständen mich weigern, einen Bastard in die Stelle desrechtmäßigen Abkömmlings meiner Familie einzusetzen. Wir selbst,mein thcurer Admiral, streiten sür gesetzliche, natürliche Rechte,und die Mittel, die wir dazu verwenden, dürfen des Ausgangsnicht unwürdig sein. Ucberdieß weiß ich, daß der Schuft gar keinVertrauen verdient, und werde sicherlich nicht die Schwachheit be-gehen, mich selbst in seine Gewalt zu begeben. Ich möchte freilichwünschen, daß der eigentliche Baronet einer verschiedenen Ansichthuldigte; doch wenn wir ihn zur See schicken, wohin er, wie er mirsagt, beordert ist, — so ist er wenigstens nicht im Stande, Schadenanzurichten."
Hierin sprach Sir Reginald wirklich durchaus aufrichtig, dennwenn er auch in politischen Angelegenheiten bei der Wahl seinerMittel nicht immer allzu gewissenhaft verfuhr, so dachte er dochstreng rechtlich in Allem, was Privateigcnthum betras. Es istLieß zwar eine Art moralischen Widerspruchs, der aber bei Solchen,welche nach der Leitung menschlicher Angelegenheiten streben, zu-weilen wohl getroffen wird, indem sogar Männer, die in andernDingen fast untadelhast zu nennen sind, gerade hierin einer über-wältigenden Schwäche unterliegen.
Bluewater hörte diese Erklärung mit Freuden: die Lauterkeitseines eigenen Charakters verleitete ihn, sie als einen Beweis vonder allseitigcn Redlichkeit seines Gefährten hinzunehmen.
„Ja," bemerkte der Admiral, „in einer Angelegenheit, wo essich um das Recht des Einzelnen handelt, müssen wir unter allenBedingungen die Landesgesetzc aufrecht erhalten. Dieser jungeMann ist vielleicht nicht im Stande, in einer Krisis, wie die jetzige,seine eigenen politischen Pflichten gehörig zu würdigen, und so wirdes in der Tbat das Beste sein, wenn wir ihn auf die See schaffen,