376
für einige Zeit zur Vorsicht und Wachsamkeit genöthigt, an allenEcken und Enden sich zu rühren anfangen."
„Ich freue mich von Grund meines Herzens, dieß zu verneh-men!" sagte Blnewater, tief Athem schöpfend, als ob seine Brustplötzlich von einer schweren Last befreit worden wäre — „vonGrund meines Herzens freue ich mich darüber. Ich fürchtete halbund halb, die plötzliche Erscheinung des Prinzen möchte Diejenigen,die es wohl mit ihm meinen, unvorbereitet überrascht haben unddarum furchtsam finden."
„Nichts weniger als das, mein theurer Sir, wenn gleich nochVieles von der Raschheit und Entschlossenheit der Hauptführer unse-rer Partei abhängt. Wir sind wahrlich stark genug, die Nation zuleiten und zu befehlige». Was uns jetzt vor Allem fehlt — dassind ein paar hundert hochgestellte Männer, die aus diesem Zu-stande des Mißtrauens hcraustretcn, und uns den Weg zu ehren-vollen Thaten und zu sicherem Erfolge zeigen."
„Und in einem Augenblicke, wie dieser — kann es an solchenMännern fehlen?"
„Ich denke, des größten Thcils des hohen Adels sind wir sicher,nur nöthigt sie die große Gefahr, welche sie laufen würden, denäußeren Schein vorderhand noch vorsichtig zu wahren. So sindcs denn die Herren im Dienst, die tapfer» Soldaten und die küh-nen, hcldenmüthigen Seemänner unserer Flotte, auf welche wirunsere Blicke werfen, wenn sich's darum handelt, den ersten Beweisvon Loyalität und ächtcr Vaterlandsliebe zu geben. Ich will offengegen Euch sein, Sir, und Euch gestehen, daß ich es herzlich müdebin, mich von einem Deutschen regieren zu lassen."
„Wißt Ihr von irgend einem Plan, Sir Reginald, in diesemTheil von England eine Streitmacht zu sammeln? Wenn dieß derFall ist, so sagt mir nur ein Wort; bezeichnet mir den Punkt, womeines Herrn Fahne ausgepflanzt werden soll, und sobald nurimmer die Umstände es erlauben, werde ich daselbst erscheinen."