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13 (1853) Die beiden Admirale : ein See-Roman
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setzte Sir Reginald, indem er näher trat und sich dein Andernanschloß, der ans dem kurzen Pfade, welchen Dutton sein Quarter-deck nannte, auf und nieder ging;-oder ist cs nicht vielmehr nureine allgemeine Phrase ohne Bedeutung, welche manchen Mannverleitet, das Spielzeugsseiner eigenen Phantasie zu werden? Sinddie auch wirklich immer unsere Feinde, welche dieß zu sein scheinen?oder ist etwa unser Urtheil so untrüglich, daß wir jedes unsererGefühle oder Vorurtheile als einen Impuls betrachten müßten, demwir uns, ohne dessen Rechtmäßigkeit zu prüfen, blindlings zu unter-werfen hätten?"

Haltet Ihr es etwa für ein Vorurthcil, Sir Reginald, wennich Frankreich als Englands natürlichen Feind ansehe?"

Beim Himmel! ja, das thu' ich, Sir. Ich kann begreifen,daß England weit mehr sein eigener Feind zu sein vermag, alsFrankreich jemals ihm gewesen! Wollen wir auch zugebcn, daßJahrhunderte des Kriegs dazu beigetragen haben, jenes Gefühl,woraus Ihr angcspielt, gewissermaßen zu erwecken, so muß ich dochfragen: liegt nicht zuletzt doch hinter dem Allen eine Frage desRechts oder Unrechts verborgen? Bedenkt, wie oft England auffranzösischem Boden eingefallen, welch' schwere Beleidigung cs andes letzteren Gebiete verübt hat, während Frankreich eben hierinso wenig gegen uns verbrochen; erinnert Euch, wie selbst seinThron von unfern Fürsten eingenommen, und seine Provinzen durchunsere Armeen erobert wurden."

Ich denke, Ihr werdet selbst kaum behaupten, daß der Fall beialle Dem stets der gleiche gewesen. Gar manche Theile des jetzigenFrankreichs gehörten zu der rechtmäßigen Erbschaft Derer, die aufdem englischen Throne saßen, und jene Streitigkeiten waren nichtsweiter als Zänkereien, wie sie unter Nachbarn häufig genug Vor-kommen. Wenn unsere Ansprüche an sich selbst gerecht waren, sokönnt Ihr doch gewiß nicht wünschen, sie aufgegebcn zu sehen."

Nein nein; davon bin ich weit entfernt. Wenn aber An-