nicht entdecken sollte, daß er ihre Gefühle kenne — so verlor erkeinen Augenblick bei seiner Erwiederung.
„Es ist nicht leicht," antwortete er, „einen jungen, waghal-sigen Seemann, wie diesen Sir Wycherly Wychccombc, von derTheilnahmc an einem allgemeinen Treffen zurückzuhalten, besonderswenn es der Art ist, wie dasjenige, welches uns bcvorsteht. Oakcshat zwar die Sache mir überlassen; ich glaube aber, ich werdedem jungen Mann seinen Wunsch schon gewähren müssen."
„So hat er selbst um Aufnahme in Euer Schiff gebeten?"fragte Mildred, und ihre Hand zitterte, als sie den Löffel znmMunde führen wollte.
„Natürlich. Jeder, der Uniform trägt, könnte oder würdegewiß nicht weniger thun. Zwar scheint cs für ihn ein kitzlichcrAugenblick zu sein, um Wychecombe gerade jetzt zu verlassen — denOrt, wo er wohl über kurz oder lang einen Kampf für sich selbst zubestehen haben wird: doch bei jungen Leuten wird der Diensteiferstets jedes andere Gefühl, ja sogar die Liebe überwältigen — sowird wenigstens unter uns Seeleuten behauptet."
Mildred gab keine Antwort; aber ihre-bleiche Wange, diezitternden Lippen vcrricthcn abermals ein Gefühl, welches sic beiihrer Arglosigkeit nicht zu verbergen vermochte, und so mußte Blnc-water auf's Neue seine Bemerkung bereuen. In der Absicht, demarmen Mädchen ihre Selbstbeherrschung wieder zu geben, änderteer den Gegenstand der Unterhaltung, ohne Wvcherlv's mit einerSylbe zu erwähnen.
So verstrich der Rest der Mahlzeit in Frieden; der Admiralbewies bis aus Ende die so rasch in ihm entstandene, cdelmüthigeTheilnahmc, welche er bei den Vorzügen seiner jungen Freundinfür ihr Wohlergehen fühlte. Als sie vom Tische ausstandcn, ver-fügte sich Mildred wieder zu ihrer Mutter, während Blucwaternach den Klippen zurnckkehrtc.
Es war unterdessen Abend geworden und der milde Glanz des