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niemals getäuscht. Glück, Geschicklichkeit oder Recht sind gewöhn-lich auf unserer Seite, und sie haben uns am Ende noch jedesmalden Sieg gegeben."
„Und was mag es sein, Sir, was Euch auf diese Art in denmeisten Fällen den Vortheil zur See sicherte?"
„Als Protestant sollte ich sagen—unsere Religion; dochhabe ich auch bei Protestanten schon zu viele Laster beobachtet, alsdaß ich dieser Ansicht Glauben schenken könnte. Wollte ich sagen— das Glück, so wäre dieß eine übermäßige Selbsterniedrigung,die wir wahrlich nicht verdienen. So muß es also wohl unsereGeschicklichkeit sein. Als Seeleute, glaub'ich, sind wir derMehrzahl unserer Nachbarn an Erfahrung überlegen; doch will ichkeineswegs als unumstößliche Wahrheit behaupten, daß wir selbstin der Taktik große Vortheile vor ihnen voraus hätten. Von Allensind uns die Holländer am ehesten gewachsen."
„Nichtsdestoweniger seid Ihr des Erfolges vollkommen sicher.Es muß eine große Ermuthigung sein, wenn man mit der festenZuversicht ans Sieg in den Kampf geht! Ich denke, Sir — dasheißt, mir scheint — es verstehe sich wohl von selbst, Sir — daßunser neuer Sir Wycherly für dießmal nicht im Stande sein wird,an dem Kampfe Antheil zu nehmen?"
Nur schüchtern hatte Mildred ihre Frage gestellt, indem sic,so gut sie konnte, ihre Verwirrung zu verbergen suchte; aber Blue-water las in ihrem Herzen, und fühlte tief, wie peinlich es ihr ge-worden sein mußte, diesen Zweifel auszusprechcn. Ueberdieß fiel esihm auf, daß ein Mädchen von so zartem, richtigem Gefühl wieseine Freundin, gewiß nicht diese Aufmerksamkeit auf des JünglingsSchritte verrathen haben würde, wenn Letzterer überhaupt Etwasgethan hätte, was irgend Tadel erwecken könnte. Diese Ueberzeu-gung beruhigte ihn sehr über die Wirkung, welche die plötzlicheStandeserhöhnng auf den hübschen Lieutenant äußern möchte. Daer übrigens einer Antwort nicht auswcichen konnte, wenn Mildrcd