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nie war ihm ihre auffallende Aehnlichkeit mit Agnes Hedworth soklar geworden, als eben in diesem Augenblicke. Die letzten paarJahre seiner süßen Freundin waren nichts weniger als glücklichgewesen, und Mildreds trüber, schmachtender Blick - - ihre thräneu-vollcn Augen erinnerten ihn wieder mit peinlicher Deutlichkeit andie geliebte Verstorbene.
„Gütiger Gott!" murmelte er vor sich hin, „sollten denn zweisolche Wesen nur, um zu leiden, auf der Welt sein? — Meinegute Mrs. Dutton," fuhr er lauter fort, „Sie brauchen sich wahr-lich nicht zu entschuldigen. Sie dürfen mir vollen Glauben schen-ken, wenn ich Ihnen sage, daß Sic in ganz England kein zweitesWesen hätten finden können, das mir ebenso willkommen gewesenwäre, wie meine kleine Tischgcfährtin es wirklich ist."
Mildred kämpfte mit einem Lächeln, und es gelang ihr endlich,dem Admiral durch einen sehr freundlichen Blick ihren Dank aus-zudrücken. Mehr aber vermochte fie für jetzt nicht von sich zu ge-ben. Mrs. Dutton schien hierüber erfreut und ließ die Beiden baldbei ihrem niedlich zubereiteten, aber einfachen Mahle allein, daHaushaltungspflichten ihre Gegenwart anderswo verlangten.
' „Erlauben Sie mir, mein Kind, daß ich Ihnen ein Glas vondiesem wirklich vortrefflichen Portowcine anempfehle," begannBlucwater das Tischgespräch. „Hätten Sie so lange wie ich ander Küste von Portugal nmhergckreuzt, so würden Sie den Wertheines so reinen Getränkes, wie dieses hier, zu schätzen wissen. Ichwüßte keinen Admiral, der einen so trefflichen Wein aufznwci-sen hätte!"
„ES ist wahrlich unser letzter, Sir," gab Mildred miteinem unwillkürlichen Zittern zur Antwort, während eine Thränevon jedem ihrer langen, schwarzen Augenlider auf den Teller nie-derfiel. „Es war ein Geschenk von dem theuren alten SirWycherly,der nie unterließ, meine Mutter mit derartigen Luxusartikeln zubedenken, die, wie er sich vorstellen konnte, bei unserer Armuth für