Druckschrift 
13 (1853) Die beiden Admirale : ein See-Roman
Entstehung
Seite
357
Einzelbild herunterladen
 

357

hatte sich unterdessen zur Flut umgewandelt, und cs wurde nöthig,die Halsen am Backbord auzuzichen, um das Land ostwärts klar zubekommen. Dieß änderte die Formation der Flottenlinic; dochwollen wir nunmehr zu den Ereignissen am Ufer znrückkehrcn unddiese in ihrer natürlichen Ordnung berichten.

Wir brauchen wohl kaum zu bemerken, daß Blnewater, umdie Abfahrt so vieler Schiffe zu beobachten, mehrere Stundenaus den Klippen oder in deren Nähe zugebracht haben mußte.Statt seinem Versprechen gemäß zur Mittagsstunde in das Schloßzurückzukchren, benützte er das Erscheinen Wychcrly's der ebenin dem Augenblick, da er einen Boten an Sir Reginald abznscndengedachte, mit glühendem Gesicht und in tiefer Bewegung die Hütteverließ um den jungen Mann zu bitten, daß er dem älterenBaronet seine Entschuldigung überbringen möchte, indem er glaube,die Aenderung des Wetters werde cs nöthig machen, im Angesichteder Sec zu verweilen.

Dutton hörte diesen Auftrag und lud, nach einer geheimenUnterredung mit seiner Gattin, den Admiral ein, ein einfaches Mahlunter seinem niedrigen Dache zu sich zu nehmen. Blnewater wil-ligte mit Vergnügen ein; als er zu Tische gerufen wurde, fand erzu seiner großen Freude, daß Mildred allein ihm Gesellschaft leistensollte: sic hatte warum? das mochte wohl nur ihrem eigenenHerzen bekannt sein die gewöhnliche Mittagsstunde vorübcrgehcnlassen, ohne bei Tische zu erscheinen, und war nun von ihrer Mutteranfgefordcrt worden, ein wenig Speise zu sich zu nehmen.

Die letzten Ereignisse im Schlosse haben das arme Kind sehrerschüttert, Sir," bemerkte Mrs. Dutton gleichsam entschuldigend,und sie hat seit heute Morgen keinen Bissen angerührt. Ich sagteihr, Ihr würdet meiner Tochter Gesellschaft gewiß nicht verschmähen,sondern die Aufmerksamkeiten, wie sic ihr als Eurer Wirthin zn-komme», als eine Entschuldigung ihrer Anwesenheit gelten lassen."

Blnewater betrachtete die bleichen Züge des Mädchens; noch