348
nach den Booten an den Strand hinab getrieben. Ganze Viertelvon geschlachteten Ochsen wurden in Karren oder aus Tragbahrennach den Booten geschleppt, und waren bald darauf an verschiede-nen Leespiercn der Hauptmaste sichtbar. Neben dem wollte dasEinsammeln von Eiern, Butter, Geflügel, Kalb-, Schöpsen- undLammfleisch fast gar kein Ende nehmen, und schien die umliegendeGegend mit einer Hungcrsnoth bedrohen zu wollen.
Mitten durch diese Masse von lebenden und leblosen Gegen-ständen verfolgte unsere Gesellschaft ihren Weg: manchmal wurdensie von den eifrigen Landlcuten fast über den Haufen gerannt,während Alle, die zur Flotte gehörten, ihnen ehrerbietig Platzmachten, bis sie den Punkt erreichten, wo die Straße nach denKlippen und die nach dem Landungsplätze sich trennten. Hierwandte sich der Viceadmiral an den einzigen Kadetcn, der geradeanwesend war; höflich den Hut lüpfend, wie wenn er einen -jungenHerrn^, der eben beurlaubt war, nur ungern mit einem solchenDienste beauftragte, sprach er endlich:
„Habt die Güte, Lord Geoffrey, Euch auf de» Landungsplatzzu verfügen und nachzusehen, ob meine Barke am Ufer ist. DerOffizier des Boots wird mich bei der Signalstation treffen."
Der Knabe gehorchte mit Freuden, und dieser Sohn einesenglischen Herzogs, der durch den Tod seines älteren Brudersspäter selbst noch Herzog wurde, übernahm hier einen Dienst, deram Land von seines Gleichen für einen Dienstboten passend erachtetworden wäre — mit einer Geschäftigkeit, als ob er sich durch denAuftrag sehr geehrt fühlte. Nur durch eine Mannszucht, wie diese,welche Diejenigen, die dereinst zum Befehle» bestimmt waren, zu-erst die hochwichtige Kunst des Gehorchens lehrte, konnte es Eng-land seiner Zeit gelingen, eine Marine zu erlangen, die so vieledenkwürdige Thatcn verrichtete.
Während der Kadet fort war, um nach dem Boote zu sehen,gingen die beiden Admirale neben einander nach den Klippen spa-