Franzmann einzufangen. Wie viel Schiffe, glaubst du wohl, wirdder Graf etwa bei sich haben?"
„Zwölf Zweidecker, nebst einem Dreidecker; dabei ist er unsnur in der Zahl feiner Fregatten überlegen. Zwei oder drei davonführen übrigens kleinere Kaliber, und können sich darin mit unserenSchiffen nicht messen. Ich sehe also keinen Grund, warum wir ihnnicht umgreifen sollten."
„Ich höre cs mit Freuden, wenn du so sprichst, Dick! Es istdoch wahrlich weit ehrenhafter, seinen Feind aufzusuchen, als sichan einem Hofe mit Jutrigucu abzugebeu! Ich hoffe, Dick, du wirstmir jetzt wohl erlauben, die Verleihung des rothen Bandes morgenin einem Tagesbefehle der Flotte bekannt zu machen?"
„Mit meiner Zustimmung niemals, Sir Gervaise, so lange dieVerleihung von dem Hause Hannover ausgcht. — Was für eineaußerordentliche Scene haben wir aber kaum vorhin in diesemHause erlebt! Dieser junge Lieutenant ist ein edler Jüngling, undich hoffe von ganzem Herzen, daß er im Stande sein wird, seineAnsprüche durchzusetzeu."
„Darüber bleibt, wie mich Sir Reginald versichert, auch nichtder geringste Zweifel. Seine Papiere sind vollkommen in Ordnung,und seine Geschichte ist einfach und wahrscheinlich. Erinnerst dudich nicht, früher, da wir noch in Wcstindieu als Kadctcn dienten —gehört zu haben, daß ein Lieutenant auf der Sappho bei einerLandung nach einem älteren Offiziere geschlagen habe, und vor derVollziehung des Todesurtheils wahrscheinlich nur durch den Unter-gang des Schiffes bewahrt worden sei?"
„O ja, jetzt, da du das Schiff benennst, ist mir die Sache sodeutlich erinnerlich, als ob sie erst gestern vorgcfallen wäre. Unddas, meinst du, sei der Bruder des verstorbenen Sir Wycherlv ge-wesen? Hat er denn auf der Sappho gedient?"
„So sagt man mir unten; ich für meine Person zweifle durch-aus nicht an der Wahrheit der ganzen Geschichte."