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sonderbare Weise in meines theuren Oheims Gegenwart eine Stundevor seinem Tode ausgezeichnet wurde, nicht etwa Rechtskräftigkeitzutrauen wollen, Sir Reginald? Selbst wenn jenes höchst außer-gewöhnliche Instrument unterzeichnet und besiegelt worden wäre,glaube ich kaum, daß cs vor einem Gerichtshöfe hätte bestehenkönnen: ununte r s chricbc n und ungesiegelt aber ist cs umnichts besser als ein leerer Wisch Papier."
„Was den Besitz des Gruudeigenthums betrifft, Sir, so willich zngeben, daß Ihr recht habt, wenn ich gleich Derjenige bin,der durch einen Aufschub von fünf Minuten am Meisten verlor.Was aber das bewegliche Eigenthum betrifft — da möchte sichdenn doch — in Anbetracht der deutlich ausgesprochenen AbsichtEures Oheims — eine Frage der Billigkeit erheben, wiewohl ichauch darüber noch nicht völlig im Reinen bin."
„Nein, Sir; nein!" rief Tom, und trotz der Anstrengung, mitder er sich zwang, eine» Anschein der Ruhe beizubchaltcn, leuchtetedennoch ein Strahl des Triumphs auf seinen erröthenden Wangen;„kein englischer Gerichtshof wird jemals die Erbschaft des Grund-besitzes von der des beweglichen Eigenthumes trennen! Ich binzwar gewiß der Letzte, der gegen manche dieser Legate eine Ein-sprache zu erheben wünschte — so namentlich nicht gegen das fürMr. Rothcrham und diese armen, treuen Diener" — Tom sahnämlich wohl ein, wie klug cs sein würde, sich in einem so kri-tischen Momente Freunde zu gewinnen, und seine Erklärung hatteauch einen augenblicklichen, mächtigen Erfolg, wie man an denMienen mancher Zuhörer deutlich erkennen konnte—„auch nichtgegen das von Miß Mildrcd Dutton; sie Alle sollen eben sopünktlich ausbezahlt werden, als ob mein geliebter Oheim noch beiseinem vollen Verstände gewesen wäre und seine Legate mit allemRechte ausgesctzt hätte; denn eine solche Mischung von Verstandund Gerechtigkeit mit wunderlichen, außerordentlichen Einfällen istbei Personen von hohem Alter, besonders in ihren letzten Augen-